James Vincent McMorrow veröffentlicht neues Album „We Move“

QUELLE» Peter Goebel
ARTIST»

Mit „We Move“ legt McMorrow dem Erfolg seines Debüts „Early In The Morning“ und dessen Nachfolger „Post Tropical“ nach. Der gebürtige Ire mit dem unverwechselbaren Tenor darf bereits auf eine beträchtliche Bilanz zurückblicken, so etwa auf einen Platin-Status und eine ausverkaufte Welttournee, die ihn von der legendären Oper in Sydney bis hin zum Londoner Barbican und Shepherd’s Bush Empire führte. McMorrow knackte in diesem Jahr außerdem die magische Marke von 100 Millionen Streams, die ihn endgültig in die Reihe internationaler Größen aufnimmt. In der jüngeren Vergangenheit arbeitete der umtriebige Songwriter zudem mit dem norwegischen DJ und Produzenten Kygo und steuerte den Soundtrack zum Trailer der Erfolgsserie „Game Of Thrones“ bei.

Sein neues Album „We Move“ entstand in ständigem Wandel und wurde zwischen Toronto, London und seiner Heimatstadt Dublin aufgenommen. Man darf in Gänze vom bisher ausgedehntesten und ambitioniertesten Werk von James Vincent McMorrow sprechen, hat er sich mit diesem Album doch merklich vom sehr persönlichen und intimen Vorgänger „Post Tropical“ entfernt. „We Move“ ist minimalistischer und versteht sich eher als offenes Portrait von Angst und innerer Unruhe. Es geht um die mentale Zerbrechlichkeit und wie sich ein/e Jede/r im Leben weiterentwickelt.

James selbst formuliert es folgendermaßen: „Die Leute hören meine Songs und denken dabei, dass ich den ganzen Tag im Wald sitze und über Bäume nachdenke. Stattdessen sitze ich aber zuhause und versuche mich selbst davon zu überzeugen, rauszugehen und eine Tüte Milch zu kaufen.“

Den ersten Schritt für “We Move” machte McMorrow bereits vor etwa zwei Jahren, als ihn unterschiedliche Anfragen als Songwriter für mehrere Projekte erreichten. Auf Tour begann er damit, Songs für andere Künstler zu schreiben und hörte somit auf, seine eigene Arbeit immer und immer wieder zu analysieren. Mit der eigentlichen Absicht, das Gegenteil von dem zu machen, was er bis dorthin verfolgte, kam er dann vom Weg ab, erkundete jedoch trotzdem weiterhin verschiedene Ecken der Welt: Barcelona als erste Station gefolgt von einem Aufenthalt in Kanada und einem befremdlichen, sechsmonatigen Besuch in Los Angeles, während dem sich die ersten Songs von „We Move“ heraus-kristallisierten.

Im Anschluss kehrte James nach Dublin zurück und beschloss, für „We Move“ anders als bisher auf ein Team bei der Produktion zurückzugreifen, das ihm dabei hilft, die einmaligen Eindrücke in seinem Kopf noch besser und adäquater abzubilden. McMorrow erklärt: „Ich bin aufgewachsen mit dem Willen, Songs wie Neil Young zu schreiben, diese aber zu produzieren wie The Neptunes.“

James schloss sich infolge mit einigen Koproduzenten kurz, die er auf seiner Reise bis dorthin kennengelernt hatte: Nineteen85 (Drake, DVSN), Two Inch Punch (Sam Smith, Years & Years) und Frank Dukes (Kanye West, Rihanna). Der Mix fand weitestgehend in Miami bei Jimmy Douglass statt, einem erklärten Helden von McMorrow. Douglass ist unter anderem bekannt für seine Arbeit für Künstler von Donny Hathaway über Led Zeppelin bis hin zu Björk und verpasste den Songs ihren warmen Vintageklang.

Das Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein Album über Bewegung in geografischer, geistiger und emotionaler Hinsicht, die den Hörer mit dem Bedürfnis hinterlässt, irgendwo in der Zukunft einen ganz eigenen Platz zu finden. Bereits die erste Single „Rising Water“ ist in Bezug auf Produktion und Weite des Sounds sehr schonungslos. „I never once was sad for what I’ve done“, singt James im Song.

Das Album ist ein weiterer, bemerkenswerter Schritt auf der musikalischen Reise des irischen Songwriters. Es ist eine Sammlung von Songs, deren gemeinsamer Nenner die Idee ist, dass man sich seinen Lebensweg von niemandem vorschreiben lassen sollte; und dass man im Laufe der Jahre Menschen und Dinge aus den Augen verliert und hinter sich lässt. „We Move“ verbildlicht, dass es sehr wohl möglich ist an den Dingen festzuhalten, an denen man festhalten will, aber auch dass man hinter sich lassen sollte, was belastet.

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Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 um 09:14 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API