Lisa Bassenge: wunderbare Interpretationen großer Singer-Songwriter

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„Wenn Melancholie so verführerisch klingt wie bei Lisa Bassenge, dann trägt das Thema ‘verlorene Liebe‘ auch mal ein ganzes Album“, schrieb der Rolling Stone über sie. Eine „Stimme, die einen in den schönsten Träumen wiegt“, hörte die Taz, während der Musikexpress in ihr „bald Diva, bald Blues- Lady, bald Vamp, bald Mary Poppins“ erkannte. So euphorisch einig wie bei Lisa Bassenge sind die Kommentatoren sich selten. In rund 20 Jahren Karriere hat die Berlinerin mit ihren Bands Micatone und Nylon, mit dem Lisa Bassenge Trio oder ganz solo das Publikum begeistert, insgesamt 14 Alben veröffentlicht. Und sich mit ihrer urbanen Mischung aus Jazz, Blues und Chanson den Rang einer der besten deutschen Sängerinnen erobert.

Canyon Songs, das neue Album, ist nun auch ein neuer Schritt für die Künstlerin. Es ist nicht nur ihre erste Veröffentlichung für Edel/MPS – es ist das erste Mal, dass sie sich aus den lange vertrauten musikalischen Kontexten herausgewagt hat. Lisa Bassenge nahm die elf Songs in Los Angeles auf, am Mischpult saß Grammy-Preisträger Larry Klein. Nach all den Platten, die in der Heimat Berlin entstanden waren und bei denen die Sängerin in der Regel mitproduziert hatte, eine neue Arbeitsweise.

„Ich bin mit dieser Platte in unbekannte Gewässer gesprungen“, sagt Lisa Bassenge. „Meine Devise war: Einfach drauf los und schauen, was passiert!“

Es gibt einen weiteren Grund, warum dies ein besonderes Album ist: Lisa Bassenge verbeugt sich mit „Canyon Songs“ (Album-VÖ: 25.09.15) vor der Singer-Songwriter-Szene von Los Angeles. Sie interpretiert Klassiker wie „Riders On The Storm“ von den Doors und „For What It’s Worth“ von Buffalo Springfield, „I Just Wasn’t Made For These Times“ von den Beach Boys, „The Same Situation“ von Joni Mitchell oder „Blue Skies“ von Tom Waits. Neben Stücken aus den 60er- und 70er-Jahren, der goldenen Ära der Laurel-Canyon- Künstler, hat Lisa Bassenge mit „Angeles“ von Elliott Smith auch ein Lied von 1997 im Repertoire. Über die Herkunft der Originale denkt man beim Hören jedoch nicht lange nach: Es ist die große Kunst dieser Sängerin, jeden Song in die Gegenwart zu holen.