Avantasia am 31. März 2016 in der Saarlandhalle

Photo credit: Simon Engelbert
DATUM» 31.03.2016
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Eine bombastische Show hat Tobias Sammet da in der Saarlandhalle Saarbrücken aufgezogen – und das wirklich in jedem Belang. Über 2000 Metalheads waren dem Ruf des Meisters gefolgt und sahen ein Konzept der Superlative. Die Bühne war mit gigantischem Aufbau versehen und dem Fantasy-Cover des aktuellen Albums „Ghostlights“ nachempfunden. Stars der Hardrock- und Metalszene gaben sich die Klinke in die Hand und feierten mit Sammet ein mehr als dreistündiges Konzert, dass sich quer durch die Werke des Avantasia-Projekts zog. Ein spektakuläres Ereignis in jeder Hinsicht.

Tobias Sammet ist in der Szene seit den 90er Jahren bekannt. Bereits als 14jähriger gründete er mit Freunden die Power-Metal-Band Edguy. Fünf Jahre später (1997) erschien das erste Album. Die Band besteht immer noch und ist recht erfolgreich – viel mehr Aufmerksamkeit erregt aber seit Gründung im Jahr 2000 das Projekt Avantasia. Der Holländer Arjen Lucassen hat es mit Ayreon vorgemacht. Im gleichen Stil etablierte Sammet sein All-Star-Projekt Avantasia und verwirklichte die Idee einer Metal-Oper.

Im Prinzip ist Avantasia immer noch sein Soloprojekt, doch es gibt eine Stammband, die mit Sammet aufnimmt und tourt. Und dazu gesellt sich eine Legion von Gastsängern, die auch in Saarbrücken am Start war. Was für ein Aufgebot. Michael Kiske war mit dabei (ehemals Helloween), Bob Catley von der Band Magnum, Ronnie Atkins, Jorn Lande und nicht zuletzt Eric Martin, der mit den Hardrockern Mr. Big manchen Superhit landete.

Diese Heroen gaben sich die Klinke in die Hand, sangen allein, wahlweise mit Sammet im Duett oder in polyphoner Zusammenstellung. Solche Rockröhren wie Kiske, Atkins und Lande können einen Abend im Alleingang stemmen. Catley war der Mann für die Balladen – und Eric Martin musste Acht geben, dass er mit seinem Hardrock-Stimmchen nicht in der vokalen Gewalt unterging. Schließlich war da auch noch Amanda Sommerville, die entweder den Backgroundgesang lieferte oder weibliche Soloparts übernahm.

Das Programm dauerte über drei Stunden und zog sich durch Avantasias sieben Alben. Da war viel vom aktuellen Werk „Ghostlights“ dabei, hinzu gesellten sich Fan-Favoriten wie „The Scarecrow“, „The Wicked Symphony“, „Stargazers“ und „Avantasia“. Zwar kam der Konzeptcharakter bei der Liveshow nicht entsprechend rüber, trotzdem war es ein kraftvoller und gelungener Abend. Sammet ist ein vielseitiger Songwriter und sein Bombastrock funktionierte hervorragend in diesem Ambiente. Zum Schluss stand die komplette Mannschaft auf der Bühne und gab den imposanten Abschluss eines Konzerts voll von hymnischem und melodischem Metal.

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