Beats&Reggae&Rave&Rap&Dub Fx live in der LMH, Köln 23.10.2016

Photo credit: Rainer Keuenhof
DATUM» 23.10.2016
ARTIST»
VENUE»

Das Licht geht aus. Ein Dröhnen donnert durch die gesamte Live Music Hall. Es fühlt sich an als ob der Bass den Mägen der 1500 Leute zerfetzen will. „How you guys doin?“, Hunderte Fäuste und jede Menge Gebrüll sind die prompte Antwort. Der australische Live-Loop Künster Benjamin Stanford alias Dub Fx nickt der Menge zu. Die Miene wirkt entspannt, geradezu euphorisch. Dann wirkt sein Gesicht ernst, fast angespannt. Dann geht es los: Der erste Tune des zweistündigen Konzerts setzt ein. Künstler und Musik verschmelzen mit dem Publikum zu einer treibenden Masse. Weißes Stroboskoplicht lässt einen bei jedem Song für drei Minuten erblinden. Scheißegal, die Musik ist immer noch glasklar zu hören. Der Künstler wirkt wie in Trance, rappt in mittels Verzerrer in verschiedenen Oktaven. Leider bietet der geringe Platz in der Live Music Hall, wenig Freiraum zum Tanzen. Erst nach gut 30 Minuten lockert sich die Sardinenbüchse etwas auf, nicht zuletzt auch wegen der tropischen Temperaturen in der Halle. Das rote Shirt des Australiers verfärbt sich zu schweißnass. Tropfen prasseln von seiner Nase, seinem Kimm und seinen Haaren herunter auf den Bühnenboden. Die Dschungeldusche passt zum Sound ersten halben Stunde. Dann erscheint Stanfords bester Freund und Manager CAde, der Bühne. Die Jungle Drums verstummen und Hände fliegen in die Höhe zu Beats, die aus der Hochzeit von N.W.A., Snoop Dogg oder 2Pac entstammen könnten. Es folgt ein wechselhafter Freestyle Künstler und Manager oder besser gesagt zwischen zwei besten Freunden, bei den man die 15-jährige Freundschaft quasi heraushören kann.

Die ganz großen Hits bleiben in der ersten Hälfte des Konzerts aus. Erst nach gut einer Stunde folgen endlich Fake ParadiseLove Someone und Here It Goes nahezu hintereinander. Als Zugabe gibt es noch mittendrin ein Saxophonsolo, inklusive eines gekonnten Falls auf der Bühne des Supports Andy V. Der lässt sich aber nicht beirren und bläst unbeeindruckt weiter ins Saxophon. So etwas nennt man Einsatz!  Das Publikum ist leider immer noch etwas verhalten. Egal, die Leute auf der Bühne liefern. Und das zwei ganze Stunden ohne sonderliche Pause. Die Zeit als Straßenmusiker hat abgehärtet.

Nach zwei Stunden verabschiedet sich Dub FX mit einem gemeinsamen Aufspringen und einem Feuerwerk aus Nebel, blauen Farben und noch mehr Stroboskoplicht. Taub, Blind und sprachlos – als Fan des australischen Künstlers muss man einiges Abkönnen. Als Gegenleistung hat man eines der besten Konzerte im Jahr 2016 erleben. Mit einzelnen Abstrichen beim verschwiegenen Publikum.

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