Cannibal Corpse in der Matrix, Bochum 29.11.2014

Cannibal Corpse Tour 2014 Matrix Bochum
DATUM» 29.11.2014
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Mit „A Skeletal Domain“ haben Cannibal Corpse ein Hammer-Album abgeliefert, weniger technische Gitarrenarbeit, mehr Metal ihrer altbekannten Schule. Das Tour-Paket wurde mit den Label-Kollegen von Revocation und Aeon ergänzt. Damit kann die Party in Bochum starten.

Dass Aeon als Opener spielen, scheint vielen etwas ungewohnt, aber die Schweden zeigen sich wie immer als epische Death Metal Band, die den Namen Extrem-Band verdient. Eine musikalische Walze kommt in der Matrix nieder. Viele Songs von ihrer letzten Platte „Aeons Black“ gibt es live auf die Ohren. Drummer Arttu Malkki wirkt wie eine Maschine, die präzise ihre Blasts und Fills zockt. Aeon werden leider immer etwas unterschätzt, aber auf dieser Tour wurden neue Anhänger gewonnen.

Revocation sind wie alte Freunde! Die Bostoner haben sich in den letzten Jahren in Europa viel getourt, unter anderem mit Bands wie Dying Fetus oder Aborted. Jetzt passend zum Release „Deathless“ als neue Slot auf Metalblade Records als Vorband von Cannibal Corpse, kann es für die Herren nicht besser laufen. David Davidson ist ein kreativer Songwriter und Sänger. Er variiert zwischen Growls und klarem Gesang, setzt immer leichte Spielereien in seine Riffs. Revocation machen live Spaß, denn sie sind abwechslungsreich und erfinderisch. Das kurze Set von sechs Songs endet mit „No Funeral“.

Die Halle füllt sich komplett, als Cannibal Corpse ihr Set beginnen. Die Amis wissen, nach 25 Jahren Bandgeschichte, wie man eine Show zu führen hat. 20 Songs aus 12 Alben gibt es für die Bochumer. Mit schnellen Riffs wird als Erstes „Staring Through the Eyes of the Dead” gespielt. Bassist Webster schickt seine Finger so schnell übers Brett, dass man kaum mitkommt. Der Butcher wirkt bei Songs des neuen Albums noch emphatischer und so donnert die neue Single „Kill or Become“ erbarmungslos in der Matrix. Es freut die Bochumer und es gibt eine Menge Applaus. Perfekte Headbang-Momente gibt es bei den Songs ihrem Album „The Bleeding“ aus dem Jahre 1994. Eine Platte, die live eine wirkliche soundtechnische Synapsenparty ist. Mit „The Wretched Spawn“ werden die Stärken von Cannibal Corpse gezeigt, viele rasante Tempowechsel mit schweren Gitarren und tiefen Growls. „A Skeletal Domain“ scheint nicht nur bei den Fans gut angekommen zu sein, sondern lässt die Amis frischer wirken, als hätten sie neue Kraft geschöpft. Natürlich darf am Ende „Hammer Smashed Face“ nicht fehlen. Jetzt wird vorne nochmal abgerockt! Danach bedanken sich Band und Fans gegenseitig für einen tollen Abend, der gerne bald wiederholt werden darf.