Ein technisch perfektes Konzerterlebnis – Brian Fallon in der LMH, Köln 19.04.2016

Photo credit: Rainer Keuenhof
DATUM» 19.04.2016
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„Are you guys okay?“ Brian Fallon in Falten gelegte Stirn verrät, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nein, es ist nicht der Sound in Kölns Live Music Hall, der ist heute ausnahmsweise glasklar. Er bemängelt auch nicht die Leistung seiner Musikerkollegen, die einen technisch hervorragenden Job leisten. Es ist das Publikum, welches heute anscheinend nicht mit dem falschen, sondern mit gar keinem Bein aufgestanden ist und besser im Bett geblieben wäre.

Ein Höflichkeitsapplaus ertönt, als der Frontmann von The Gaslight Anthem die Bühne betritt und mit Nobody Wins, der zweiten Single seines Debütalbums  „Painkillers“, 90 Minuten voller Witze, Gitarrenwände und jeder Menge melancholischer Momente beginnt. In den ersten Minuten wird nicht geredet, nur gesungen. Das gilt allerdings ausschließlich für Fallon und leider nicht für das Publikum, das sich nicht einmal zu einem Kopfnicken zu Rosemary oder dem Horrible Crowes – Song Sugar hinreißen lässt. Nach Ladykiller bricht der 36-jährige schließlich sein Schweigen, unterhält sich in seiner gewohnt lockeren Art mit einem Bart von Menschen und ist sichtlich begeistert davon, dass man solch eine Mähne innerhalb von fünf Monaten wachsen lassen kann. Leider können an dieser Stelle keine Fotos gezeigt werden. Einigen geht diese lockere Art erstaunlicherweise auf den Zeiger: „Hey Brian, what about the songs?“ ertönt es von der linken Seite. Fallon kontert, dass sein Gerede, einen großen  Teil der Show ausmacht und man sich in der Zeit ja ein Bier holen kann – oder zwei.

Man gesellt sich anschließend zu einer Gruppe von sichtlich betrunkenen Mittzwanzigern, die zwar zum Leidwesen der anderen rauchen, sich lautstark unterhalten und zusehends nicht mehr in der Lage sind still auf zwei Beinen zu stehen, aber auf der anderen Seite jede einzelne Textzeile von dem Katy Perry Cover Teenage Dream  und A Wonderful Life , inklusive großartiger „Woho Parts“ als Outro mitsingen.  Auch Fallon erfreut sich daran und lobt die Meute für ihren Einsatz. Nach Behold The Hurricane und weiteren „Woho“-Parts endet nach 90 Minuten ein solider Abend, der mit einem aktiv sich einbringenden Publikum hätte perfekt werden können.

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Letzte Aktualisierung am 4.12.2016 um 14:11 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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