Queensrÿche waren in der Garage Saarbrücken – 22.8.2016

Photo credit: Simon Engelbert
DATUM» 22.08.2016
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VENUE»

Queensrÿche sind Urväter des Progressive Metal und haben spätestens mit ihrem Über-Album  „Operation: Mindcrime“ Musikgeschichte geschrieben. Kein Wunder also, dass sie in Saarbrücken schon als zweiten Track den Titelsong dieses Albums zu Gehör brachten. Dabei ist das nicht selbstverständlich, denn mit Todd La Torre hat die Band seit 2012 einen neuen Fronter, der mit dem 88er Album logischerweise wenig am Hut hat.

Die Garage in Saarbrücken war bei weitem nicht ausverkauft, aber sehr gut gefüllt. Metalfans von überall her. Die Location hat einen sehr guten Ruf und bringt Monat für Monat hervorragende Metalacts in das kleine Bundesland. Das Einzugsgebiet reicht bis Luxemburg und Frankreich – das kann man im Stimmengewirr leicht heraus hören.

Zwei Supports, wobei ich die erste Vorband komplett verpasst habe. Im Anschluss kamen Archer aus Kalifornien. Das Trio aus Santa Cruz in Kalifornien ist für soliden Hardrock bekannt. Mit großer Spielfreude lieferten sie Titel ihres Debütalbums „Culling The Weak“, meist mit einer gehörigen Portion Thrash Metal gewürzt. Das passte nicht so ganz zum Prog-Publikum, wurde aber sehr wohlwollend aufgenommen. Zum Ende hin gab es ein Megadeth-Cover vom „Rust In Peace“ Album. Spätestens jetzt war der Bann gebrochen und das Publikum akzeptierte hörbar begeistert, dass der Supportact seinen Gig bis 21 Uhr ausdehnen durfte.

Queensrÿche standen dann erst gegen 21.30 Uhr auf der Bühne und begannen ihren Set mit „Guardian“ vom aktuellen Album. Es ist das zweite Album mit Todd nach der unrühmlichen Trennung von Geoff Tate. Juristische Winkelzüge hatten dafür gesorgt, dass es für kurze Zeit zwei Bands mit dem Namen Queensrÿche gab. Doch die Streitereien sind beigelegt und Geoff macht inzwischen unter dem Namen Operation: Mindcrime weiter.

Todd La Torre steht seinem Vorgänger in nichts nach. In Saarbrücken beeindruckte er das Publikum von Beginn an mit hohen Vocals in Shouter-Manier. Ein perfekter Frontmann für diese Band, der auch die vielen Klassiker gekonnt interpretierte. Die Menge war ohnehin in Feierlaune und Ur-Klassiker wie „The Killing Words“, „The Mission“, „Empire“ und „Queen Of The Reich“ wurden gebührend abgefeiert.

Es war ein gnadenloser Best Of-Set. Das aktuelle Album kam mit dem Konzert-Opener und später „Eye9“ deutlich zu kurz, was aber nicht weiter störte. Als Oldschool-Song wurde „Take Hold Of The Flame“ aus dem Jahr 1984 angekündigt und läutete schon nach 70 Minuten den Zugabenblock ein. Auch die letzten Songs des Abends widmeten sich den Klassikern der 80er Jahre. Eine nostalgische Zeitreise mit fantastischem neuen Sänger. Die Show war recht kurz, aber Todd hatte alles gegeben.

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Letzte Aktualisierung am 4.12.2016 um 14:14 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API