Live in der Live – Yellowcard Tour 2015 in Köln

Yellowcard
DATUM» 22.03.2015
ARTIST»
VENUE»

Nachdem es ziemlich ruhig um Yellowcard wurde und das letzte Album „Southern Air 2012 nur auf Platz 91 in den Deutschen Charts kam, wollen die Männer um Frontmann Ryan Key noch einmal richtig loslegen. „Lift a Sail“ heißt die neue Platte, die die fünf Jungs nach Deutschland  mitbringen. In der Kölner Live Music Hall spielen Yellowcard ihr letztes und auch größtes Deutschland-Konzert für diese Tour, nachdem Frankfurt, München, Berlin und Hamburg abgeklappert wurden. Pünktlich um 19:15 Uhr öffnen sich die zwei Stahltüren und die Live verschingt eine nicht enden wollende Menschenmenge.

Chunk! No, Captain Chunk! aus Paris eröffnen den Abend gegen 19:45 Uhr. Der Frontmann der Truppe singt und growlt sich dem hiesigen Publikum sympathisch. Was die Jungs aus Frankreich abliefern, kann sich sehr gut sehen lassen.

Als zweite Vorband können „Less Than Jake“ mit geballter Bühnenpräsenz, Konfetti, Luftballons und viel guter Stimmung punkten. Was erst wie ein zu groß gewordener Kindergeburtstag aussieht, entpuppt sich als absoluten Volltreffer. Diesem Fünfer zuzuhören macht wirklich Spaß! Nachdem noch ein paar Songs gespielt werden, packen die Jungs aus Florida im tosenden Applaus zufrieden ihren Ska-Punk in die Cases zurück und machen damit Platz für den Hauptact Yellowcard.

Getragen von der guten Stimmung in der Live Music Hall, beginnen Yellowcard ihre Show. Schon nach dem zweiten Song Lights ans Sounds haben die US-Boys die Halle fest im Griff und lassen diese bis zum Schluss nicht los. Frühen Fans der Band fällt sofort der fehlende Longineu W. Parsons III auf, der seit 2014 nicht mehr für die Band trommelt. Sein Ersatzmann Tucker Rule, ehemaliger Drummer von „Thursday“, vertritt ihn würdevoll mit all seiner Energie.

Da die meisten Zuhörer Fans der frühen Alben waren, hält die Band immer wieder inne um zu erklären, dass das neue Album auch nicht mal so schlecht sei. Bei Songs wie Lift a Sail vom gleichnamigen Album und One Bedroom kann man dem Publikum allerdings nicht vorwerfen, sie würden die Texte nicht kennen. Die immer wiederkehrenden Erklärungen von Ryan Key bekommen einen faden Beigeschmack, ob die Band ihrem neuen Album nicht so recht vertrauen würde.

Der Stimmung schadet dies aber nicht sonderlich. Eingestreute Keyboardparts von Frontmann Key und Songs wie California lassen an dem Abend auch Gefühle zu. Allerdings machte das Keyboard nach dem Song schlapp und lässt  sich nicht mehr wiederbeleben. Fighting lässt die Masse brodeln und es kann noch einmal nach Herzenslust gepocht werden. Mit Away setzen Yellowcard dem Konzert einen würdigen Abschluss für diesen Abend und verabschieden sich um genau 23:00 Uhr mit vielen Liebesbekundungen von der Bühne. Das Publikum auf jeden Fall glücklich und wird diesen Abend sicher nicht so schnell vergessen.