20 Jahre Placebo – Träumen kann man überall

VERÖFFENTLICHUNG» 07.10.2016
BEWERTUNG» 8 / 9
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20 Jahre sind Placebo jetzt schon alt. Das Debüt der Alternative Rocker aus London erreichte in Großbritannien Goldstatus. Schon im darauf folgenden Jahr durften sie als Support von U2 auftreten und im Jahr 1998 erschien das zweite Album, das die Musik in eine düster-melancholische Richtung führte, für die Placebo schließlich berühmt wurden.

„Sleeping With Ghosts“ eröffnete 2004 den Weg in eine neue, elektronische Richtung. Mit vielen Synthiepop-Elementen widmete sich Brian Molko konzeptionell dem weiten Feld zwischenmenschlicher Beziehungen – eine fürwahr poppige Ausrichtung, die der Band auch ein hohes Maß an Kritik einbrachte. So ging es mit „Meds“ zwei Jahre später zurück zu den Wurzeln und weg von ausufernden computerisierten Eskapaden. Auslöser dafür soll nach Aussagen von Molko allerdings nicht die Band sondern Produzent Dimitri Tikovoi gewesen sein, der Sampler und Synthesizer zunächst aus dem Studio verbannte.

„Battle For The Sun“ und „Loud Like Love“ eröffneten den Weg in den Mainstream. Man musste sich aber nicht dafür verbiegen, dass Songs plötzlich auch im Radio gespielt wurden. Es war eine natürliche Entwicklung, die einige Singles im Hitformat mit sich brachte.

Bereits 2014 gab es eine ordentliche Singles-Collection mit dem Titel „Once More With Feeling“. Man muss sich also damit abfinden, dass sich auf der neuen Compilation einige Dopplungen finden. Die Herangehensweise ist aber ganz anders. Jetzt handelt es sich um eine Retrospektive mit 36 Songs auf zwei Silberlingen. Das Booklet enthält recht wenige Infos, ist aber künstlerisch schön mit alten Bildern aufgemacht – passend zum edlen Hardcover-CD-Format. Besonders schön: Das aussagekräftige Titelbild, passend zum Albumtitel „A Place For Us To Dream“.

Musikalisch gib es Singles der früheren Jahre wie „Bruise Pristine“, „Come Home“, „Teenage Angst“. Dann den Karrierehöhepunkt mit Hits wie „Nancy Boy“, „Every You Every Me“, „Pure Morning“, „The Bitter End“ bis hin zu „Meds”, „For What It’s Worth” und meinem Anspieltipp „Too Many Friends”. Das Album enthält außerdem die brandneue, atemberaubende Single „Jesus‘ Son”.

Die Tracklist ist chronologisch ordentlich durcheinander gewürfelt und reich an Kollaborationen. David Bowie, Alison Mosshart und Michael Stipe finden sich da in den Features. Wer Placebo gerade erst für sich entdeckt, liegt hier goldrichtig. Allen anderen werden sich eher an die kompletten Studioalben halten – und natürlich an die brandneue EP „Life’s What You Make It“.

Unsere Placebo Empfehlung

A Place For Us To Dream
10 Bewertungen
A Place For Us To Dream
  • Placebo, A Place For Us To Dream
  • Vertigo Berlin (Universal Music)
  • Audio CD

Letzte Aktualisierung am 3.12.2016 um 00:09 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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