Alexa Feser trägt in ihrer Stimme das „Gold von morgen“

VERÖFFENTLICHUNG» 26.09.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Alexa Feser stammt aus Wiesbaden und lebt nun in Berlin. Ihr Debütalbum wurde von Andreas Herbig produziert – und das will schon was heißen, ist er doch normalerweise für Größen wie Udo Lindenberg und Adel Tawil tätig. Doch wenn man die ersten Songs aus dem Longplayer „Gold von morgen“ hört, kann man erkennen, dass hier etwas durchaus Großes startet, auch wenn der Charterfolg vorerst noch ausbleibt.

Aufmerksam wurde ich auf Alexa Feser, als SWR3 einen Song von ihr spielten. Eine wundervolle, zerbrechliche und doch ausdrucksstarke Stimme. Zum Glück zeigen moderne Autoradios den Interpreten an und die Recherche konnte beginnen. „Wir sind hier“ war die erste Single der Sängerin, Songwriterin und Pianistin, und zugleich ist der Song ein perfekter Vorbote für das, was auf ihrem kürzlich erschienenen Album-Debüt „Gold von morgen“ zu hören ist. Eindringliche Songs mit Piano- und akustischer Gitarrenbegleitung, die Gänsehaut erzeugen.

Neben Alexas wundervoller Stimme sind es vor allem die Texte, die gefangen nehmen. Es geht um die Suche nach dem „Glück“ und um „Peter Pan“. Auch „Dezemberkind“ nimmt die Nimmerland-Geschichte auf und schickt uns Richtung zweiter Stern von links. Es sind starke Bilder, die Alexa benutzt. Von bunten Gläsern, die auf dem Tresen tanzen, und rotem Licht, das jeden fotogen macht. „Stadt ohne Skyline“ liefert ein rebellisches und romantisches Bild von einer Stadt, die freien Blick auf den Zenit zulässt, in der es kein Zement und keine Mauern gibt. Sie zeigt sich als eine weibliche Liedermacherin, die ihre Geschichten aus tiefem Herzen greift.

Manchmal erinnert Alexa Feser stimmlich an Christina Stürmer oder an Eva Briegel von Juli, aber eine Kopie ist sie auf keinen Fall. „Ich will, dass man Geschichten nicht nur in den Textzeilen lesen, sondern auch in Musik und Stimme hören kann. Ich will auch nicht schön singen – ich will so singen, dass man mich emotional versteht“, sagt sie selbst und liegt damit goldrichtig. Nach elf durchproduzierten Titeln werden vier Songs als akustische Pianoversionen wiederholt und man erkennt, wo Alexas eigentliches Potential liegt. Gebt ihr ein Klavier und lasst sie auf die Meute los. Sie wird jeden, der ihr zuhört, mit auf den Weg nehmen.

Wer Alexa Feser live erleben möchte, kann dies im November bei ihrer eigenen Clubtour in die Tat umsetzen. Tickets dafür sind an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich:

„Gold von morgen“ live 2014

11.11. München, Ampere
12.11. Köln, Werkstatt
13.11. Frankfurt, Ponyhof
14.11. Hamburg, Prinzenbar
15.11. Berlin, Privatclub