Andreas Kümmert: Re-Release des Albums „Here I Am“ mit 4 neuen Songs

VERÖFFENTLICHUNG» 27.02.2015
BEWERTUNG» 7 / 9
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Das Album „Here I Am“ von Andreas Kümmert erschien erstmals im April 2014, kurze Zeit nach seinem Sieg bei der Castingshow „The Voice Of Germany“. Es bietet genau die kraftvolle Mischung aus Rock, Blues und Soul, mit der Kümmert bereits im Fernsehen begeisterte. Der Gewinnersong „Simple Man“ ist natürlich mit dabei, außerdem eine tolle Coverversion von „To Love Somebody“, im Duett mit Joy Denalane präsentiert.

Vor allem gibt es aber zahlreiche Eigenkompositionen, die bereits nach kurzem Reinhören wie zeitlose Klassiker wirken, etwa das Titelstück „Here I Am“, das verspielt groovende „Solid Gold“ oder die Soul-Ballade „For So Long“. Hier hat das Produzententeam, dem auch Coach Max Herre angehörte, wahrlich bemerkenswertes geleistet, um Kümmerts ausdrucksstarker Stimme gerecht zu werden.

Mit seiner Teilnahme bei „Unser Song für Österreich“, dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015, macht Kümmert nun den nächsten wichtigen Schritt in seiner Karriere. „Ich möchte zeigen, dass ich in dieser Liga keine Eintagsfliege bin“, sagt er zu der Entscheidung. Ins Rennen geht er am 05. März mit „Home Is In My Hands“ und „Heart Of Stone“ – zwei komplett neuen Songs.

Insgesamt hat es wohl nicht für ein neues Album gereicht, doch im Zuge des Vorentscheids erscheint „Here I Am“ als Re-Release und vier neue Titel (darunter die beiden genannten) werden dem Dutzend Originalsongs voran gestellt.

„Home Is In My Hands“ funktioniert als eindringliche, mit emotionaler Stimme vorgetragene Akustik-Ballade. Der Song reduziert sich auf eine Gitarrenbegleitung und Andreas‘ soulige Stimme. Ein schöner Titel, der sich beim Song Contest in Wien sicher gut machen würde. „Heart Of Stone“ kommt dann etwas poppiger daher und steigert sich nach verhaltenem Beginn zu einem mitreißenden Track in Cocker-Manier.

Quasi als Bonus zu den im Fokus stehenden neuen Titeln gibt es zwei weitere Balladen: „Hey Louise“ mit Piano-Begleitung und den melancholischen Gitarrensong „Cold“. Entstanden sind alle vier neuen Tracks in harmonisch-entspannter Zusammenarbeit mit Ex-Selig-Gitarrist und Produzent Christian Neander in Berlin. Mit den neuen Tracks kommt das Album jetzt auf 60 Minuten Länge. Natürlich ist es schade für Fans, dass sie sich wegen vier neuen Titeln das gesamte Werk noch einmal kaufen müssen, doch zumindest handelt es sich um klasse Songs, die nicht den Charakter von Füllmaterial haben.

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