Barclay James Harvest – zwei Alben und ein Livekonzert

VERÖFFENTLICHUNG» 22.04.2016
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
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Man muss die beiden neuen Veröffentlichungen von Barclay James Harvest wohl als Einheit betrachten. Es sind Alben aus den Jahren 1990 und 1993, die hier neu auf den Markt kommen. Und die beiden Bonus-CDs ergeben zusammen den Mitschnitt eines Livekonzerts aus dem Jahr 1992 im Londoner Town & Country Club.

„Welcome To The Show” erschien im April in einer neu von den Masterbändern remasterten und erweiterte Edition als Doppel-CD. Mit diesem ursprünglich 1990 erschienen Album gelang es Barclay James Harvest noch einmal, eingängige Melodien, virtuose Gitarrensounds und dichte Keyboardflächen zu vereinen. Eines der Highlights der CD ist das autobiographische „John Lennons Guitar“ mit seiner melodischen, typisch beatlesken Struktur. Diese Beatles-Anleihen transportiert auch der Song „Lady Macbeth“. Weitere Höhepunkte sind der Titelsong oder das rockige „Cheap The Bullet“. Zudem überraschten die bis dahin in ihren Texten eher zurückhaltenden Musiker mit klaren sozial-politischen und ökologischen Statements.

Die neue Edition bietet auf CD 1 mit „Stand Up“ noch einen Bonus-Titel, der 1992 als Single erschien. Die zweite CD präsentiert bisher unveröffentlichtes Livematerial aus dem Town & Country Club, London, vom 16. Februar 1992 zum 25. Bandjubiläum. Barclay James Harvest spielten unter anderem neben Songs des aktuellen Albums auch interessante Versionen von Klassikern wie „Mockingbird“, „Medicine Man“ oder „Child Of The Universe“. Das Booklet bietet zudem ein neues Essay von Keith und Monika Domone und zahlreiche rare Fotos.

Zur Besprechung liegt mir allerdings nicht dieser Release vor, sondern das 1993er Album „Caught In The Light“, das am selben Tag erschien. Ich fange mal mit dem Bonusteil an: Hier gibt es die andere Konzerthälfte von besagtem Livemitschnitt mit Titeln wie „Life Is For Living“, „Berlin“, „Poor Man’s Moody Blues“ und dem genialen Abschluss „Hymn“. Ein würdiger Auftritt zum Bandjubiläum, der endlich der Öffentlichkeit abseits von Bootlegs zugänglich gemacht wird. Nur die Zerschneidung auf zwei Releases ist fragwürdig.

„Caught In The Light“ gehört sicher nicht zu den Klassikern im Backkatalog der Band. Eine Weiterentwicklung hat kaum stattgefunden und man schwelgte weiter in den keyboardlastigen Hymnen. Für Fans der 80er funktioniert das aber sehr gut. Ein orchestraler Habitus, epische Tracks, friedensbewegte Themen. „Once More“ beispielsweise gilt als Fortsetzung von „Mockingbird“. Ein verträumtes Album aus der Zeit, als sich John Lees und Les Holroyd noch für gute Musik zusammen raufen konnten. Das Team brach nach dem letzten Album „River Of Dreams“ (1997) in zwei Teile. Schade.

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