Bullet For My Valentine kehren mit „Venom“ zu alter Härte und Schnelligkeit zurück

VERÖFFENTLICHUNG» 14.08.2015
BEWERTUNG» 8 / 9
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Die Band mit dem poetischsten Bandnamen des Metalcore hat wieder zugeschlagen. „Venom“ heißt das fünfte Album der 1998 gegründeten Truppe aus Wales und es bricht wie ein Gewitter über den Hörer hinein. Von Carl Bown und Colin Richardson (Slipknot, Machine Head, Trivium) in den Metropolis Studio in London produziert, entpuppt sich „Venom“ als kompromissloser, erbitterter Schritt für Bullet For My Valentine. Ihr heftigstes Album bislang packt den Hörer sofort an der Kehle, wofür die mächtige Performance von Sänger / Gitarrist Matt Tuck, die bissigen Riffs von Gitarrist Michael „Padge“ Paget und das Drumming-Sperrfeuer von Michael „Moose“ Thomas sorgen.

„Dieses Album ist ganz klar das aggressivste, das wir je eingespielt haben“, sagt Frontmann Matt Tuck. „Textlich wird es sicherlich viele aufhorchen lassen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich darauf bin, und ich kann es kaum erwarten, dass die Leute da draußen es auch hören können. Wir haben uns selbst neu erfunden und sind bereit, die Welt im Sturm zu nehmen.“

Der Start ist mit dem Intro „V“ zunächst noch verhalten, doch dann kommt der temporeiche, aggressive Schub. Mit „No Way Out“ brettert man los und zeigt eindrucksvoll, wohin die Reise geht: nämlich zu druckvollen Songs und komplexen Songstrukturen. Die düstere Herangehensweise dominiert das komplette Album.

„You Want A Battle“ startet als hymnischer Schlachtgesang, enthält aber auch ruhige, melodische Pfaden. Doch keine Sorge, der Pfad harter Gitarren wird an keiner Stelle verlassen. Bestimmende Elemente sind zudem jederzeit die harte Schlagzeugarbeit und die heraus gebrüllten Emotionen. Interessant allerdings, dass gerade der Titeltrack „Venom“ im Ansatz einer Rockballade ähnelt und fast schon massentauglich wirkt.

Fans des Metalcore werden vermutlich rundum begeistert sein. Nach dem etwas sperrigen „Temper Temper“ kehren Bullet For My Valentine zu alter Härte und Schnelligkeit zurück. Das neue Werk ist so voller Energie wie ihr aufsehenerregendes Debüt. Alles richtig gemacht!