30 Jahre „Chess“: das Musical-Drama von Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Tim Rice

VERÖFFENTLICHUNG» 21.11.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Das Musical „Chess“ gehört nicht zu den bekanntesten in der weiten Musical-Welt, obwohl es mit „One Night In Bangkok“ und „I Know Him So Well“ zwei respektable Ohrwürmer und Radiohits aufzuweisen hat. Das Werk feierte im Jahr 1984 Uraufführung und bekam unter anderem daher viel Aufmerksamkeit, weil es von den ABBA-Mitstreitern Benny und Björn komponiert worden ist.

Im Londoner West End wurde „Chess“ über mehrere Jahre gespielt. Mich hat die Geschichte als Jugendlicher sehr fasziniert, da ich selbst Schach spielte und die Geschichte um einen russischen und einen amerikanischen Schachspieler (inspiriert von den realen Großmeistern Bobby Fischer und Viktor Kortschnoi) das Zeug zum großen Drama hat. Schließlich geht es nicht nur um zwei gegeneinander antretende Menschen, sondern auch global um den Ost-West-Konflikt und den Kalten Krieg.

Musikalisch sind das London Symphony Orchestra und vor allem Murrey Head, Elaine Paige sowie Barbara Dickson als Protagonisten allererste Sahne. Die Aufnahmen wurden sorgfältig remastert und entsprechen heutigen Hörgewohnheiten. Ein wenig Bonusmaterial ist ebenfalls vorhanden, allerdings ist das recht dürftig ausgefallen. Nur drei neue, bisher unveröffentlichte Songs finden sich – darunter aber zumindest die lustige Performance „Der kleine Franz“.

Die Deluxe Edition beinhaltet zudem eine DVD mit einer faszinierenden, einstündigen Doku über das Making-Of von „Chess„, produziert vom schwedischen Fernsehen. Abgerundet wird die DVD mit den fünf Originalvideos zu „One Night In Bangkok“, „Nobody’s Side“, „The Arbiter“, „I Know Him So Well“ und „Pity The Child“. Außerdem enthält das Paket ein 32seitiges illustriertes Booklet mit der inhaltlichen Zusammenfassung von „Chess„, den Texten, und einer Timeline der Geschichte – von der ersten Idee bis zum aktuellen Erfolg.