No Consequence und „Vimana“ – Neues Konzept, alte Begeisterung!

VERÖFFENTLICHUNG» 12.06.2015
BEWERTUNG» 7 / 9
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Wer erinnert sich noch an „IO“ von No Consequence, eine Platte mit Songs, deren Aufbau und Wendungen kein flüchtiges Hören zuließ? Der Aufmerksamkeitsfaktor, den Normalo-Metal-Head aus den Latschen kickte, geht in eine weitere Runde, aber diesmal auf eine gefühlsmäßigere Art und Weise!

„Vimana“ ist der dritte Longplayer über Basick Records, mit denen No Consequence ein weiteres Kapitel ihrer Bandgeschichte beschreiten. Einen Schritt, den die Band schon länger hätte gehen können, aber nicht nötig hatte. Die Meute im Djent-Sektor hat ihren technischen Höhepunkt gefunden: Schneller, komplizierter und unheimlich facettenreich! Ein Riff trumpft über das nächste! Zu dieser Sparte konnte sich No Consequence auch zählen, aber mit dem Unterschied, schon damals anders zu sein.

Melodien und Harmonie hatten ihren Wert, besonders im Gesang. Doch die Band wollte mehr ausdrücken und sich etwas von der Seele schreiben. Die Clean-Vocals dienten als Mittel zum Zweck, als ein Teil von vielen Bausteinen. Anscheinend wusste Tasan, dass seine Stimme entscheidend für eine musikalische Verfeinerung ist, um zu beweisen, dass es der Band wirklich um eine Trennung vom Einheitsbrei geht. Die Atmosphäre und Begeisterung sind geblieben, aber die Songstruktur ist verändert.

Im Jahre 2015 wird mit „Vimana“ auf mehr natürliche und leichtere Klangbilder gesetzt – mehr Raum für mehr Spaß am Lauschen! Eine Stimmt gibt den Ton an und begleitet uns, während instrumental alles getan wird, um sie zu unterstützen. Eine ruhige Platte, die mit dem Wort Prog-Tech-Metal genau so viel zu tun hat wie Manchester mit Fußball – das stimmt nur zum Teil, weil nicht immer alles in Schubladen passt und richtig trennbar ist. Die Auslegung von „Vimana“ klingt wie Periphery im Post-Hardcore-Sektor oder Animals As Leaders haben Emocore entdeckt, ist möglich, aber soll nur das Interesse wecken, sich mit No Consequence auseinanderzusetzen. Der Blickwechsel und die Konzeptänderung haben ihre Wirkung getan. Bitter mehr davon!