Saga starten Remaster-Serie mit zwei Alben aus 1989 und 1993

VERÖFFENTLICHUNG» 04.09.2015
BEWERTUNG» 7 / 9
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Wie viele andere Bands starten auch Saga mit einer Aufarbeitung ihres Backkatalogs und bringen im Lauf eines Jahres zwölf Studioalben auf den Markt, die den Zeitraum 1989 bis 2007 abdecken. Man muss leider sagen, dass in dieser Ära die kommerziell erfolgreichsten Alben der Kanadier schon Geschichte waren. Vor allem in Kanada und den USA fand die Band ab den 90er Jahren kaum noch statt, während man sich in Deutschland zumindest auf eine breite Fanbasis verlassen konnte. Kein Wunder also, dass Michael Sadler Deutschland dann auch zu seiner neuen Heimat aus erkor.

Das achte Album „The Beginner’s Guide To Throwing Shapes“, mit dem die Reissue-Serie eröffnet wird, gehört dabei noch zu den wirklich starken Saga-Alben. Die Mischung aus Progressive Rock und harten Klängen ist ein unverkennbares Markenzeichen in dieser Epoche. Und „Security Of Illusion“ legt dann noch eine Schippe drauf – markierte es doch die Rückkehr von Keyboarder Jim Gilmour, der über lange Jahre den einzigartigen Sound von Saga verantwortete.

Eigentlich will ich den weiteren Veröffentlichungen, die in Kürze folgen werden, gar nicht vorgreifen – doch es muss einfach gesagt werden: Für lange Zeit waren oben genannte Alben die letzten „normalen“ Werke der Bandgeschichte. Was dann in den 90ern folgen sollte, ist der Geniestreich „Generation 13“ – ein ungewöhnliches und komplexes Konzeptalbum, das für mich den Höhepunkt von Sagas Schaffen darstellt. Dieses Album allerdings wird eingerahmt von den Peinlichkeiten „Steel Umbrellas“ und „Pleasure And The Pain“.

Bevor es also dazu kommt, darf man sich durchaus an „The Beginner’s Guide To Throwing Shapes“ und „Security Of Illusion“ freuen. Zumal es ja einige nette Bonustracks auf den remasterten Alben gibt. Erstgenannte CD glänzt mit Aufnahmen von „Wind Him Up“ und „The Flyer“ aus den beginnenden 80er Jahren, die andere Remaster-CD bietet „Scratching The Surface“ und „Ice Nice“. Also neben der verbesserten Klangqualität einige unveröffentlichte Gimmicks, die auch alte Fans besänftigen dürften.