Schiller: „Symphonia“ – elektronische Klangwelten treffen auf epische Orchesterarrangements

VERÖFFENTLICHUNG» 17.10.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Am 17. Oktober veröffentlichte Deutschlands erfolgreichster Elektronik-Künstler Christopher von Deylen alias Schiller mit „Symphonia“ ein einzigartiges neues Werk: Es handelt sich um die Live-Aufzeichnung des Open-Air-Konzertes auf dem legendären Gendarmenmarkt in Berlin. Das einmalige Live-Event war eine ganz besondere Premiere, denn erstmalig hat von Deylen die markantesten Songs seines langjährigen Schaffens zusammen mit einem großen Symphonie-Orchester aufgeführt. Songs wie „Sehnsucht“, „Ein schöner Tag“ oder „Das Glockenspiel“ wurden für diesen Anlass musikalisch vollkommen neu gestaltet.

Die letzten Alben waren mit den ausufernden Synthesizer-Elementen und eingängigen Songs plus weltbekannten Gästen an den Vocals von gewohnt guter Qualität, doch es wurde allen klar, dass es mal Zeit für etwas Neues ist. Der Ausflug in die Welt der symphonischen Klassik hatte sich schon mit dem letzten Studiowerk „Opus“ angebahnt und wird jetzt auf eine neue Ebene gehievt. Die Stücke sind allesamt wohlbekannt, klingen aber ganz anders. Elektronische Klänge verzahnen sich mit orchestralem Bombast und lassen die Melodien ganz neu erstrahlen.

Zusätzlich zu dem aus über sechzig Musikern bestehenden Orchester hat Christopher von Deylen auch diesmal internationale Gastkünstler eingeladen: Midge Ure (Frontmann der britischen Elektronik-Pop-Pioniere Ultravox), die Schweizerin Jaël sowie die russische Ausnahme-Sopranistin Eva Mali. Gemeinsam mit dem Grafen von Unheilig wurde zudem erstmalig den Titelsong des Nummer-Eins-Albums „Sonne“ live aufgeführt.

Alles in allem ist „Symphonia“ eine klanglich opulenter Release, der sich gut im Schiller-Gesamtwerk macht und einige neue Aspekte in die altbekannten Stücke bringt. Mir liegt bisher leider nur der CD-Release vor, es wird jedoch weitere Formate geben: Die dazugehörige DVD und BluRay erscheint am 05. Dezember.