Stevie Nicks hebt auf „24 Karat Gold – Songs From The Vault“ musikalische Schätze ihrer Vergangenheit

VERÖFFENTLICHUNG» 03.10.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
Stevie Nicks 24 Karat Gold – Songs From The Vault bei Amazon bestellen

Stevie Nicks kann auf eine lange erfolgreiche Karriere zurückblicken, sowohl als Mitglied der Kultband Fleetwood Mac als auch als Solo-Künstlerin. Zahlreiche Songs hat sie während dieser Zeit geschrieben, aber nicht alle haben es auch an die Öffentlichkeit geschafft. Für ihr aktuelles Album „24 Karat Gold – Songs From The Vault“ hat sie nun 14 dieser bisher unveröffentlichten Stücke aufgenommen.

Die Songs entstanden überwiegend in den 70er und 80er Jahren und erzählen Geschichten aus  Stevie Nicks Leben abseits der Konzertbühne. Sie zeigen die Sängerin mal selbstbewusst wie „The Dealer“, mal  verletzlich wie in „Hard Advice“ und „All The Beautiful Worlds“, oder geheimnisvoll wie in „Mabel Normand“. Auch stilistisch ist das Album sehr vielfältig. Der Opener „Starshine“ rockt ordentlich, wogegen das atmosphärische „Blue Water“ stellenweise geradezu magisch wirkt, verstärkt noch durch den Harmoniegesang von Lady Antebellum.

Direkt aus einer verrauchten Hinterhof-Bar scheint der „Cathouse Blues“ zu klingen, „Lady“ ist eine wunderbare Piano-Ballade, und Mark Knopfler hat die Musik für den melancholischen Abschlusstitel „She Loves Him Still“ beigesteuert. Mein persönliches Lieblingsstück ist allerdings „Carousel“  – der einzige Titel, den nicht  Stevie Nicks selbst, sondern Vanessa Carlton geschrieben hat. Wie die Sängerin im Booklet erklärt, hat der Song in der auf dem Album enthaltenen von Stevie, ihrer Nichte und Vanessa gemeinsam eingesungenen Version ihre  Mutter in den letzten Tagen vor ihrem Tod begleitet.

Leider ist dies die einzige Erläuterung zu einem Song. Das Booklet ist mit allen Lyrics und zahlreichen Fotos aus Stevies Leben zwar schön gestaltet, ich hätte aber gerne zu mehreren Stücken etwas über die Geschichten dahinter erfahren. So bleibt es der Fantasie des Hörers überlassen, warum die Songwriterin gerade diese Titel für dieses besondere Album auswählte – hörenswerte musikalische Schmuckstücke sind sie aber allemal.