The Story die ultimative Hit-Sammlung von Spandau Ballet

VERÖFFENTLICHUNG» 10.10.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Letztens in der Comedy-Serie „Pastewka“: Bastian fährt Auto und schmettert aus voller Kehle „Gold“ von Spandau Ballet. Ein klasse Song, zu dem man sich in jeder Hinsicht verausgaben kann. Mimik, Gestik, Pathos. Natürlich geht das nicht gut und er landet in einer Radarfalle. Aber allein das Musikerlebnis und Pastewkas Luftnummer sollten diese Szene zum Klassiker der Serie machen.

Zwischen 1981 und 1989 waren Spandau Ballet die Begründer der New Romantic-Bewegung, die sich stilistisch am New Wave orientierte, jedoch eher sanftere Töne anschlug und Richtung Popcharts schielte. Und dreißig Jahre später bleibt die Relevanz vieler Songs ungebrochen. Referenzalbum für Spandau Ballet ist und bleibt „True“ mit dem erfolgreichen Titelsong und dem Smashhit „Gold“. Drei Jahre später gab es ein zweites Erstarken durch den mit Akustikgitarre versehenen Mega-Ohrwurm „Through The Barricades“. Was davor und danach kam fällt in die Rubrik „nett, aber unauffällig“.

Die Compilation enthält auf CD 1 alle Titel mit erwähnenswerten Chartplatzierungen wie das Debüt „To Cut A Long Story Short“ (Platz 5 in Britannien), „Only When You Leave“ (3), „Round And Round“ (18) und „I’ll Fly For You“ (9). Die ersten Titel der chronologisch aufgebauten Tracklist klingen trotz Remastering noch etwas blechern, der Sound wird aber im Verlauf des Albums besser und die Story wird gar mit drei Songs bis in die Gegenwart erzählt: „This Is The Love“, „Steal“ und „Soul Boy“ heißen die Titel, die speziell für dieses Album zusammen mit Producer-Legende Trevor Horn aufgenommen wurden, mit dem die Band bereits auf dem Album „Instinction“ von 1982 zusammen gearbeitet hatten.

Wer nun schon eine der vielen Best-of-Collections von Spandau Ballet im Regal stehen hat, wird sich neben den aktuellen Tracks vor allem über CD 2 freuen. Hier finden sich nämlich viele Klassiker und Single-Releases aus der Glanzzeit der Band, die sich nicht in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben und weniger in den Hitzusammenstellungen vertreten sind. Trotzdem geben sie ein glänzendes Bild von einer der wichtigsten Bands der 80er Jahre. Lohnenswert für Freunde zeitloser Musik.