Songs die aus der Tiefe kommen – Venom: „From The Very Dephts“

VERÖFFENTLICHUNG» 23.01.2015
BEWERTUNG» 7 / 9
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Totgesagte leben länger – da ist was dran. Aber Conrad „Cronos“ Lant und Venom müssen sich in der Beziehung sowieso keine Sorgen machen, da sie durch ihr zweites Album „Black Metal“, das ein ganzes Subgenre begründet und ihm den Namen gegeben hat, schon unsterblich geworden sind. Seit Gründung 1979 im englischen Newcastle war es zunächst das antichristliche Liedgut, das die Szene und bald darauf die entsetzte Öffentlichkeit aufhorchen ließ. Die Originalität der ersten Alben wurde zwar nie wieder erreicht, man konnte sich aber bis Anfang der 90er Jahre über Wasser halten, bevor eine vierjährige Pause bis zur Wiedervereinigung in Originalbesetzung erfolgte. Heute ist nur Lant übriggeblieben, der aber konstant Longplayer alter Stilrichtung abliefert – zuletzt vor vier Jahren „Fallen Angels“. Stilistisch einfach und klischeebeladen bleibt die Musik. Der Kultstatus in der Heavyszene ist aber immer noch mehr als verdient.

„From The Very Dephts“ donnert vom ersten Takt an mächtig los und liefert einen schnellen Stampfer nach dem anderen. Aggressiv, beinhart und ohne Kompromisse. Songs wie „Evil Law“ und das abschließende „Rise“ funktionieren hervorragend. Gitarrist La Rage und Drummer Danny „Dante“ Needham (seit 2009 dabei) geben sich dem Geschwindigkeitsrausch hin und bieten die erwartete Mischung aus Death-, Thrash- und Blackmetal. Das Ganze wird routiniert rübergebracht und dürfte etwas frischen Wind in manchen eingestaubten Heavy-Haushalt bringen. Kein Album zum immer wieder hören – aber der perfekte Soundtrack zum Ausmisten. Grundsolide eingespielt und sehr Oldschool, so wie man sich manche der etablierten „Ehemaligen“ mal wieder wünschen würde. Das Album erschien bei uns am 23.01. als CD & Download und wird, etwas später, dann auch auf Doppel-Vinyl erhältlich sein.