Vitja – „Your Kingdom“ EP

VERÖFFENTLICHUNG» 06.02.2015
BEWERTUNG» 6 / 9
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Nach dem 2013 erschienenen Debutalbum von Vitja durfte man auf die neue EP namens „Your Kingdom“ gespannt sein. Mit viel Vorfreude erwartete ich die frisch gepresste CD der Band, die aus den Formationen Disposed To Mirth, Shake The Pagoda Tree, Progress Utopia und Myterror hervorging. EP, da hatte ich eine Platte mit circa fünf bis sechs Songs erwartet. Am Ende waren es dann vier, davon zwei neue.

Die EP wird mit dem Track „Your Kingdom“ eröffnet und besticht gleich mit einem sehr eingängigen Synthesizer, der gleich mal im Kopf bleibt. Als dann die tiefe Gitarre dazu kommt, setzt sich das musikalische Ohr endgültig in Wallung und man hört sehr aufmerksam zu. Der letzte Satz im Chorus passt zur Stimmung dieses Songs: „I am ready to fight“ schmettert es aus den Lautsprechern. Die Strophe ist anfangs sehr dem Schlagzeug verschrieben, dies ändert sich jedoch in der zweiten Hälfte. Mit dem abschließenden Breakdown und einem erneuten Chorus findet der Opener ein gelungenes Ende.

Weiter geht es mit dem zweiten neuen Track „Follow Your Shadows“. Er unterscheidet sich doch schon vom ersten Song, vor allem weil die Gitarre nun viel technischer wird und die Grundstimmung eher  ins Melancholische wechselt. Ein Chor-Effekt auf dem Keyboard leitet in den mehr als nachdenklich stimmenden Refrain. Müsste ich ein Video drehen, wäre wohl eine brennende Stadt mit um Hilfe und Gnade bettelnden Menschen meine erste Wahl für diesen Teil des Liedes. Nach einem ruhigen Zwischenpart, der die Drums mal ein wenig spielen lässt, geht es auch schon ins Outro.

Lied Nummer drei ist bereits vom ersten Album „Echoes“ bekannt. Nach wie vor ein sehr guter Song, zu dem man hier nicht mehr wirklich etwas schreiben muss. Den Abschluss der EP bildet „Strange Noises“, ebenfalls bekannt vom ersten Album, mit einem Remix. Schlagzeug und Bass stehen hierbei im Vordergrund. Stellenweise wirkt der Song auf mich sehr beruhigend, an anderen denke ich, man könnte ihn auch für eine Party oder The Prodigy verwenden.

Zwei neue, gute, Songs. Das würde ich zu dieser EP sagen. Noch mehr gespannt darf man allerdings auf das bald erscheinende zweite Album „Helleaven“ sein.