Shania Twain: „Still The One – Live From Vegas“. Die große Freiheit auf der Bühne

VERÖFFENTLICHUNG» 06.03.2015
BEWERTUNG» 7 / 9
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Im August wird Shania Twain das halbe Jahrhundert voll machen. Das merkt man ihr aber nicht an, wenn sie auf der Bühne steht. Die unangefochtene Königin des Country-Pop ist nicht gerade fleißig. Das letzte Studioalbum stammt aus dem Jahr 2002. Viel lieber scheint sie auf Tour zu sein – und so wurde es auch Zeit für ihr erstes Livealbum mit dem Titel „Still The One – Live From Vegas“, das auf CD und DVD einen Mitschnitt ihrer erfolgreichen Vegas-Show enthält.

Dieses atemberaubende Heimspiel wurde live im Colosseum des Caesars Palace von Las Vegas gefilmt, wo die Show am 1. Dezember 2012 startete. „Shania: Still The One“ wurde von Shania Twain selbst konzipiert, Regie führte Raj Kapoor. Die Show nimmt das Publikum mit auf eine kraftvolle Reise durch Shanias größte Hits, viele Country-Klassikern und die beliebtesten Crossover-Songs.

Schon der Anfang ist gigantisch: Die Künstlerin kommt als Rockerbraut auf einer futuristischen Harley in die Halle geschwebt. Die Show bietet eine gigantische Lightshow mit großer LCD-Wand, die so gar nichts von der Gediegenheit sonstiger Vegas-Shows hat. Man bietet tanzende Cowboys und Violinisten auf, die Folk- und Country-Elemente mit dem Pop-Charakter der Shania-Show verbinden.

Sie unterteilt das Bühnengeschehen in diverse konzeptionelle Kapitel. Nach dem Interlude „The Good, The Back And The Sexy“ gibt es filmische Western-Sequenzen und ein großes Schauspiel in stilvoller Western-Kulisse. Ihren großen Hit „That Don’t Impres Me Much“ singt sie aber im Leoparden-Outfit und nimmt anschließend bei „Honey, I’m Home“ ein ausgiebiges Bad in der Menge.

Im ruhigen Teil „Shania Memories“ erzählt sie von ihrer Kindheit und widmet den mit zwei Backgroundsängern a cappella vorgetragenen Song „Carrie Anne“ ihrer Mutter. Im Anschluss kommt die jüngere Schwester Carrie Anne auf die Bühne und es wird ein Lagerfeuer entzündet, zu dem sich auch einige Glückliche aus dem Publikum gesellen dürfen.

Zum Ende hin bekommt die Cowboy-Hommage ihre Krone aufgesetzt, wenn Shania zu „You’re Still The One“ auf einem weißen Pferd einreitet. Tierschützer werden vermutlich aufschreien – der Showeffekt ist aber unbestreitbar groß. Das visuelle Erlebnis endet nach 90 Minuten mit dem rockigen Abschluss „Man I Feel Like A Woman“. Shania Twain bietet einiges fürs Auge. Ich kann daher die DVD wärmstens empfehlen.