Within Temptation lassen nichts anbrennen: „Let Us Burn“

VERÖFFENTLICHUNG» 14.11.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Die niederländische Symphonic-Metal-Band Within Temptation hat sich seit ihrer Bandgründung durch Gitarrist Robert Westerholt und Frontfrau Sharon Janny den Adel einen hervorragenden Ruf als Liveband erspielt und sorgte spätestens mit Erscheinen des zweiten Longplayers „Mother Earth“ auch weltweit für Furore. Dass Within Temptation vor allem aber eine fantastische Liveband sind, kann man nur auf ihren Konzerten oder aber den vielen DVD-Veröffentlichungen erleben.

Nach „Black Symphony“ und „The Unforgiving“ war auch die symphonische „Elements“-Show aus dem Jahr 2012 für einen DVD-Release vorgesehen. Diesmal mussten die Fans aber länger als gewöhnlich warten, da man mit der Qualität des Konzertfilms nicht zufrieden war. Ganz darauf zu verzichten war auch keine Option. Lösung: Man veröffentlicht nun „Let Us Burn“ als Doppelkonzert und packt die 2012er Show zum finalen Konzert der europäischen „Hydra“-Tour, die im Mai 2014 in Amsterdam endete, dazu.

Beide Konzerte sind Zeugnisse der fantastischen Livekunst einer voll auf Bombast und Effekte ausgerichteten Band. Die Protagonisten beherrschen ihr Metier perfekt und bieten eine gigantische Atmosphäre, die von Konzertbeginn an ununterbrochen angeheizt wird. Die Symphonic Rock Show „Elements“ entstand zum 15jährigen Bandjubiläum und ist damit ein besonderes Ereignis, das gebührend gefeiert wurde.

Danach konnte man frisch ans Werk gehen und mit „Hydra“ den nächsten Hochkaräter auf die Musikwelt loslassen. Das Album erreichte in zehn europäischen Ländern die Top 10 Album Charts und sogar die Position 2 in den iTunes World Charts. In den US Billboard Charts debütierte „Hydra“ spektakulär in den Top Twenty. Dem Albumerfolg folgten 33 Arena Konzerte in Europa mit ausverkauften Shows in der Wembley Arena London, Le Zenith Paris und zwei ausverkaufte Abende in der Heineken Music Hall Amsterdam.

Daran darf nun auch die Wohnzimmer-Gemeinde teilhaben und bekommt ein Konzert der Extraklasse. Die Qualität ist im Vergleich zu „Elements“ um Klassen besser. Nur „Black Symphony“ kann man nicht toppen – das hat aber auch keiner erwartet. Der Digipack beinhaltet neben dem visuellen Teil auch zwei CDs, die jeweils die Tracklist der Livekonzerte auf sich vereinen. Fans bekommen also viel für ihr Geld. Lohnenswert!