Rock’n’Roll Forever

Wie der Titel des Longplayers schon andeutet, kommt da aus Norwegen ein sehr rockiges Gemisch auf uns zu. Sänger Eddie Guz, der auch bei CHROME DIVISION am Mikro steht, und seine vier instrumentalen Begleiter kommen als Vergaser (engl = Carburetor) daher, der bekanntermaßen Kraftstoff und Luft zu einem explosiven Gemisch vereint. Genauso explosiv ist die Musik, die die Nordlichter uns zu bieten haben. Das Gaspedal wird durchgedrückt und die Flammen schlagen hoch.
Der Opener „RnR Forever“ startet mit piepsigem Kinderchor und führt die Kleinsten erst textlich in die richtige Richtung, bevor es dann auch mit ernsten Gitarrenriffs zur Sache geht. Eddie Guz singt mit rauchiger Stimme und die Band vereint Elemente von Metal, Rock und Punk in ordentlich arrangierten Songs. Schon der Opener geht auf Anhieb ins Ohr und bringt eine starke Dynamik ins Spiel. Schnell und verspielt geht’s weiter. Anleihen an Vorbilder wie Alice Cooper und AC/DC sind unverkennbar. Da täuscht uns das Cover, das die Fünf im James-Dean-Look mit Pomade im Haar, Poser-Lederklamotten und der allgegenwärtigen Sonnenbrille zeigt. Wenn The Carburetors loslegen, gibt es keinen Ausflug in die 50er, sondern harte 80er-Jahre-Mucke.
Tracks wie „Crank It Up“, „Feel Alive“ und „Fire It Up“ kommen recht originell daher und nehmen uns mit auf eine Reise mit eingängigen Melodien und viel guter Laune, die perfekt zur Schau gestellt wird. Wer sich davon überzeugen möchte, hat HIER die Gelegenheit, in den Titelsong reinzuhören. Ich persönlich empfehle allerdings als Anspieltipp das wunderbare Boney M-Cover „Daddy Kool“, das den Klassiker in eine ganz neue musikalische Richtung führt und dennoch den Drive des Originals beibehält.
„Rock’n’Roll Forever“ ist gleichzeitig Debüt und Best Of. Die meisten Songs sind schon auf den beiden Vorgängeralben vertreten, die allerdings nur in Norwegen erhältlich waren. So legen die Jungs jetzt in Europa richtig los. Die Tour ist seit kurzem am Laufen. Drei Deutschland-Termine stehen aktuell noch aus:
20.11.08 - Nürnberg – Z-Bau
21.11.08 - Ludwigsburg – Four Runners Club
22.11.08 - Hamburg – Hafenklang Exil