Kim Wilde: „Here Come The Aliens“ – außerirdisch gut

VERÖFFENTLICHUNG» 16.03.2018
BEWERTUNG» 9 / 9
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich die inzwischen 57jährige eigentlich schon abgeschrieben hatte. Eigentlich. Denn ihr neues Album ist der Hammer! Kimberly Smith alias Kim Wilde ist eine der größten Ikonen des britischen Pop, Aushängeschild des 80er-Jahre-Rock, Traumfrau einer ganzen Generation. Ihre Hits „You Came“, „You Keep Me Hanging On“ und „Kids In America“ sind unvergessen. Seit Ende der 80er Jahre ist der große Erfolg ausgeblieben, doch in längeren Abständen erschienen immer wieder respektable Alben. Das letzte reguläre Studiowerk war das Coveralbum „Snapshots“ im Jahr 2011. Und ihr 2013er Weihnachtsalbum „Wilde Winter Songbook“ war sowohl Überraschung als auch echter Befreiungsschlag.

Jetzt also das neue Werk. Und es kommt mit einem wunderbar cineastischen Cover daher. Wie ein B-Movie aus den 60er oder 70er Jahren. Und damit kann die Zeitreise beginnen, denn auch das Album klingt, als habe man es aus ihrer Vergangenheit direkt in unsere gegenwärtigen Herzen gebeamt.

Mit „1969“ geht es rockig los. Krachende Gitarren, ausschweifende Keyboards und prägnante Vocals. Dann folgt mit „Pop Don’t Stop“ der erste Kracher des Albums. Ein einprägsamer Popsong mit Anleihen an den großen Hits der 80er Jahre und einigen musikalischen Zitaten („Video Killed The Radio Star“). Das geht sofort ins Ohr und bringt uns die Glanzzeit des Genres zurück. Die Single „Kandy Krush“ klingt sehr nach Billy Idol und rockt straight nach vorne. Auch bei „Addicted To You“ ist der Einfluss der 80er nicht zu verleugnen. Gut so! Und beeindruckend ist definitiv Kims Stimme, der man die Jahrzehnte nicht anhört.

Zarte Klänge bieten Songs wie „Yours ‚Til The End“ und „Solstice“. Da wird etwas fürs Herz geboten. Sehr stark finde ich den a cappella-Start von „Solstice“, der dafür sorgt, dass sich der Track langsam aufbaut. Ob rockig oder sanft – jeder Titel hat Ohrwurmpotential und ich höre keine Ausfälle. Mit „Rosetta“ gibt es einen ruhigen Abschluss, in dem Kims Stimme ein weiteres Mal glänzend zur Geltung kommt – facettenreich und vor allem in den Höhen sehr charismatisch. Ein ausdrucksstarkes Gitarrensolo sorgt zudem dafür, dass der Song nicht langweilig wird.

„Here Come The Aliens” ist ein Meilenstein in Kim Wildes außergewöhnlicher Karriere. Das Album bietet griffige Melodien und kompakte Arrangements im zeitgemäßen Sound. Eine Feierstunde für alle Kim Wilde-Fans und Freunde des gepflegten 80er-Pop-Rocks.

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Letzte Aktualisierung am 17.03.2018 um 13:22 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API