Im Interview mit Joe Principe von Rise Against

"Für viele sind The Sufferer & The Witness und Appeal To Reason, die Alben, welche Rise Against ausmachen."

DATUM» 03.06.2018
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Rise Against haben sich mit ihrem mittlerweile siebten Album „Wolves“ mehr auf ihre Ursprünge in der Melodic Hardcoreszene bezogen. Die Chicagoer denken nicht daran auf die Bremse zu treten. Monotonie? Fehlanzeige. Dafür sorgen abwechslungsreiche Konzerte mit unterschiedlichen Setlisten und genügend Pausen, welche man mit der Familie oder Freunden verbringt. MHQ-Redakteur Marc Brüser hatte die Möglichkeit mit Bassist Joe Principe kurz vor ihrem Auftritt bei „Rock am Ring 2018“ ein Interview zu führen.

Erst einmal danke, dass du dir so kurz vor deinem Konzert noch die Zeit genommen hast mit uns zu quatschen. Wie geht’s soweit?

Joe: Sehr gut, danke! Noch machen alle Knochen mit, wir sind ja erst am Anfang unserer Tour und haben bisher erst den Gig bei „Rock im Park“ hinter uns. Wir spielen unter anderem noch in Budapest, Prag und auf dem Hellfest in Frankreich.

Gibt es großartige Unterschiede zwischen den Fans, wenn es um den Ländervergleich geht?

Joe: Nicht wirklich. Alle Fans von uns sind, was den Charakter angeht, ziemlich ähnlich gestrickt: Offene und tolerante Menschen, die sich für die Probleme der Welt interessieren. Gleichzeitig haben sie auch ähnliche Vorlieben, was die Alben angeht. Für viele sind The Sufferer & The Witness und Appeal To Reason, die Alben, welche Rise Against ausmachen.

Das sieht man ja auch in eurer Setlist, dort finden sich immer wieder Songs beider Alben wieder, die keine Singles sind.

Joe: Stimmt. Survive  ist einer dieser Songs, von denen wir uns live nicht trennen wollen. Für mich persönlich sind es aber auch Chamber The Cartridge und  Collapse. Die Lieder bringen immer einen unglaublichen Spaß beim Spielen mit.

Ich hätte jetzt persönlich gedacht, du würdest noch Like The Angel sagen wegen dem markanten Bass-Intro.

Joe: Wir spielen den Song sogar heute.

Um zurück auf die Festivals zu kommen: Man kann also schon sagen, dass die Stimmung überall gleich gut ist und es wenig Unterschiede gibt.

Joe: Die meisten ähneln sich schon sehr. Ein paar Unterschiede gibt es natürlich im Hinblick auf die Landschaft. Das Greenfield Festival in der Schweiz ist mir da sehr gut in Erinnerung geblieben. Du blickst von der Bühne auf diese wunderschönen Berge, das ist einfach der Wahnsinn. Aber wir haben natürlich eine Menge Spaß auf den ganzen Festivals, vor wenn wir auf befreundete Bands treffen.

Ich tippe mal, dass ihr schon Bad Religion „Hallo“ gesagt haben, die bereits heute auf der Bühne gestanden haben.

Joe: Genau. Da sind einfach so viele Freundschaften über die Jahre entstanden, die ich niemals eintauschen wollen würde.

Ich habe euch das letzte Mal vor einem Jahr im SO36 in Berlin gesehen. Das war eine der intensivsten Shows von euch, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe.

Joe: Das ging nicht nur dir so. Wir waren nach drei Songs alle klatschnass.

Wenn du zurückblickst an die Zeit, wo ihr durchgehend in diesen Venues gespielt habt, kommen bei dir da bestimmte Erinnerungen hoch? Vielleicht sogar noch aus der Zeit, wo euch niemand außerhalb von Chicago kannte?

Joe: Also erst einmal muss ich sagen, dass ich es immer geliebt habe in diesen Clubs zu spielen. Rise Against kommen ja schließlich aus der Hardcore Szene und es waren schon damals immer sehr intensive Shows. Du hattest das Publikum keine zehn Zentimeter entfernt von dir. Ich habe diese ganze Energie jedes Mal aufgesaugt und sie beim Spielen wieder herausgelassen. Wir versuchen diese Nähe bei Festivals ebenfalls aufleben zu lassen, aber es ist halt schwer diese Energie auf 60.000 Leute zu übertragen. Das ging damals in Chicago natürlich ein wenig leichter.

Welche Bands waren eure Vorbilder in Chicago bzw. hatten die größten Einflüsse auf euch?

Joe: Mir fallen spontan zwei: Pegboy und Naked Raygun. Vor allem Letztere hatten einen enormen Einfluss auf mich und auf die anderen. Ich könnte dir keine Band nennen, die ansatzweise wie sie klingen. Sie spielen sogar immer noch, der Sänger hat Parkinson was das Ganze etwas schwieriger für sie gestaltet. Nichtsdestotrotz, live sind sie immer noch sehr gut. Pennywise, Bad Religion und NoFX könnte ich dir jetzt noch als Einflüsse nennen, die außerhalb von Chicago sind und uns auch zu dem gemacht haben, die wir heute sind.

Mit den Jahren kann es bestimmt hart sein, die Motivation aufrecht zu erhalten. Wie verhält es sich wenn ihr mal nicht auf Tour seid?

Joe: Ich halte mich vor allem zu Hause fit, spiele fast täglich in meinem Keller Gitarre. Klar, kann es sein, dass der Tourstress dich ein wenig übermannt. Aber sobald du einige Wochen zu Hause warst, juckt es jedem von uns in den Fingern und wir bekommen alle das Verlangen wieder zu spielen.

Ein großer Dank geht auch an Jördis Lüdke von Universal, die uns dieses Interview ermöglicht hat!

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