Samuel Hope veröffentlicht Debütalbum „Other Man“

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Der Rockwood Music Hall in New York City hat Sänger Samuel Hope viel zu verdanken, denn dort entwickelte er nicht nur seine musikalische Expertise, sondern erhielt auch den besten Rat seines Lebens: Bei guter Musik geht es um den Einklang einer wunderbaren Melodie und einer tollen Stimme. „Other Man“ stellt der Welt eine neue Stimme vor: außerordentlich, auffallend und unverzichtbar. Neben der faszinierend einzigartigen Stimme präsentiert sich das Album in seiner Gesamtheit als eines der seltenen Werke, die den Zuhörer in ein wohlgerundetes und gut durchdachtes Klang-Universum einladen. „Lead Me On” schmerzt in seinem Anstieg, während „Carried Away” sowohl Leidenschaft als auch Frust ausstrahlt. Das melancholische, gequälte „Won’t Put Up A Fight” erzählt mit unfassbar genauer Eleganz von einer verdammten Liebe – ähnlich wie „Nothing To Lose”, dass nur mit Samuel Hopes sanfter Stimme und einer begleitenden Gitarre eine ähnliche Geschichte beschreibt. „Believe” beginnt vergleichbar mit seiner Stimme und einem Klavier, steigt aber schon bald zu einem erfassend dramatischen Schluss an.

„Other Man“ ist der Höhepunkt, auf den Samuel Hope sein Leben lang gewartet hat. Der gebürtige New Yorker verließ seine geliebte Stadt mit acht Jahren, um nach New Jersey zu ziehen. Fern von bekannten und geliebten Umgebungen wie dem Museum Of Natural History, dass er besser kennt als seine eigene Westentasche, fiel es dem jungen Musiker schwer, sich anzupassen. Die Idee, spontan in der Cafeteria mit seiner Blockflöte aufzutreten, war wenig hilfreich, wie er sich heute schmunzelnd erinnert. Doch schon bald wurden aus der Blockflöte eine Trompete und Gitarre, auf der er zu Hause Beatles Songs nachspielte. Nach jugendlichen Eskapaden in Richtung Hip Hop und Pop beruft er sich heute vor allem auf Musik, die er seinen Eltern zuschreibt: Lateinamerikanische Musik, hauptsächlich aus Kolumbien und Kuba, waren die Einflüsse seiner Mutter.  Die Beatles, Louis Armstrong, Barry White und Cat Stevens die seines Vaters.

Interessanterweise hasste er das Singen in jungen Jahren. Selbst als er in seiner Jugend begann Lieder zu schreiben, ließ er sie lieber von anderen vorführen. Nach einigen Jahren realisierte er jedoch, dass nur er selber die Texte mit ihren feinen Nuancen richtig auf die Bühne bringen konnte. “Niemand hat es geschafft, die Essenz eines Songs so rüber zu bringen, wie ich es beim Schreiben im Kopf hatte. Nachdem einige Freunde mich dazu überredet hatten, war ich mit 19 dann so weit selber zu singen. Gelernt habe ich von Jeff Buckley’s Grace.” Noch bevor es ihm erlaubt war, selber zu trinken, trat er in New Yorker Kneipen auf. Heute sieht er diese Zeit als bestes Training: “Wenn dein Publikum sich unterhält während du spielst, musst du lernen interessanter zu sein. Ich habe mir immer vorgestellt, dass meine Show viel weiter reicht als mein eigenes Publikum. Ich wollte, dass selbst der Abwäscher im chinesischen Imbiss hinter dem Veranstaltungsort meine Musik fühlt.”

Heute nennt er Berlin sein zu Hause. Während die Stadt Samuel Hope durch ihre vielfältige (Musik)-Geschichte zweifellos inspiriert hat, gab diese Inspiration ihm vor allem den Freiraum, Neues auszuprobieren. “Von monotoner, manchmal schon fast robotisch klingender Elektromusik umgeben zu sein hat mich dazu getrieben, dieser Art von Musik etwas mehr Soul und Menschlichkeit zu verleihen.” Das Berliner Studio X von Dirk Feistel entpuppte sich als der perfekte Ort, um das Album aufzunehmen. Unterstützt wurde Hope, der die Mehrzahl der Instrumente des Albums selber spielt, von Pete Davis (New Order, Björk, Dido) am Keyboard und bei der Programmierung, sowie Sally Herbert (Christine And The Queens, Muse, Robbie Williams) und ihrem Ehemann bei Arrangement, Ausführung und Aufnahme der Streicher. Zum ersten Mal seit der klassischen Trompetenausbildung seiner Kindheit hatte Hope die Möglichkeit, auf “Nothing To Lose” und “Without Warning” das Waldhorn zu spielen. Natürlich gleicht dies nicht Louis Armstrongs Trompete, aber nichtsdestotrotz ist es eine wunderbar melodische Erinnerung daran, dass der Mann hinter diesem Debütalbum genau so vielfältig ist wie seine Stimme.

Unsere Samuel Hope Empfehlung

Other Man
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Other Man
  • Samuel Hope, Other Man
  • Filter Music Group (Sony Music)
  • Audio CD

Letzte Aktualisierung am 10.06.2018 um 21:45 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API