The Musical Box auf extravaganter Zeitreise zurück in die 70er Jahre

Was wäre, wenn Genesis in der alten Formation mit Material von 1970 bis 1977 auf Tour gingen?

DATUM» 20.11.2018
ARTIST»
VENUE»

Die frühen Genesis. Mit Peter Gabriel bzw. kurz nach dessen Ausstieg. Nicht jedem war es vergönnt (oder aufgrund der späten Geburt möglich) diese Ausnahmeband, die die Musikrichtung des Progressive Rock so sehr beeinflusste, zu sehen und zu erleben. Jedoch wird jedem, der diese Phase der Band nicht live erleben konnte oder sie noch mal live erleben will, die Möglichkeit gegeben, mit The Musical Box in die Hochphase des kreativen Schaffens einzutauchen.

Anders als auf früheren Tourneen haben The Musical Box diesmal nicht eine Original Genesis-Show kopiert und nachgespielt, sondern zum ersten Mal seit ihrem 25-jährigen Bestehen ein fiktives Set auf die Bühne gebracht. Eine Art „Was wäre, wenn Genesis in der alten Formation mit Material von 1970 bis 1977 auf Tour gingen?“. In drei Akten erzählt die Band das Wirken und Schaffen im kreativen Genesis-Kosmos mit vielen historischen Instrumenten, sowie exklusiven und bisher noch nie gezeigten Original-Dias der THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY Ära.

Akt 1 – The Wind’s Tail
Im ersten Akt hat die Band um den neuen Sänger Denis Gagné eine Phase herausgearbeitet, die so noch nicht von The Musical Box auf die Bühne gebracht wurde. Es handelte sich um Stücke der ersten beiden Alben nach dem Ausstieg von Peter Gabriel: „Wind & Wuthering“ und „A Trick Of The Tail“, die auch Bestandteil der zweiten Live-Auskopplung „Seconds Out“ waren. Höhepunkte dieses Aktes waren die treibenden „Dance On A Vulcano“ und „Los Endos“, bei denen man bereits merkte, dass diese Zusammensetzung nicht mehr nur eine 1:1-Kopie des Originals sein will, sondern zeigt, wie druckvoll und energetisch Genesis heute mit ihrem alten Material klingen könnten. Verantwortlich hierfür sind vor allem das peitschende Spiel von Schlagzeuger Bob St. Laurent, dem man sein Spiel in einer Led Zeppelin Coverband deutlich anmerkt, sowie die knackigen und druckvollen Bass Pedals von Bassist Sébastien Lamothe. Komplettiert wurde dieser Akt durch die Nachgestaltung des Lichtsettings zur „Wind & Wuthering“ Tour aus 1977 mit dem bekannten „Seconds Out“ Plattencover, auf dem die Band in einem Licht-/Nebelvorhang aus Jumbojet-Landescheinwerfern spielt.

Akt 2 – Broadway Melodies
Der zweite Akt durchspielte eine Reihe von Highlights aus dem Konzeptalbumklassiker „The Lamb Lies Down On Broadway“ wie „Fly On A Windshield“, „Counting Out Time“, „The Carpet Crawlers“ und dem Titelstück selbst. Aber auch eher selten gespielte Songs wie „In The Cage“ oder „Hairless Heart“ waren vertreten. Dabei wurde das Bühnenbild und die Show mit Original-Dias der TLLDOB-Shows begleitet. Gagné als Rael lief hier zur Hochform auf und drückte dem Ganzen mit seinem eigenen, aber durchaus Gabriel-ähnlichen, Timbre seinen Stempel auf.

Akt 3 – Before The Ordeal
Der dritte Teil der Bühnenshow war nach einen kleinen Pause den Klassikern aus „Trespass“, „Foxtrot“, „Selling England By The Pound“ und „Nursery Cryme“ gewidmet. Bei dieser Tour allerdings ohne die dienlichen Publikumslieblinge „Watcher Of The Skies“, „Supper’s Ready“, „The Return Of The Giant Hogweed“ und wie sie noch alle heißen, die bereits in den Blaupausen der vorangegangenen Tourneen vertreten waren. Die Band gab viele kleine Perlen wie „Time Table“, „Seven Stones“ oder „Aisle Of Plenty“ zum Besten. Höhepunkte des dritten Aktes waren das noch nie von Genesis live gespielte Instrumental „After The Ordeal“ sowie die Longtrack-Hymne „The Cinema Show“. Unterstützt wurde der dritte Teil unter anderem durch noch nie gezeigte Dias aus dem Bandarchiv.

Zugaben
Der Applaus und die Zugaberufe im Publikum ließen nicht vermuten, dass die Saarbrücker Congresshalle nicht komplett ausverkauft war. Mit „Entangled“ aus dem „A Trick Of The Tail“ Album wurde nochmals die Post-Gabriel-Phase bestmöglich und träumerisch gewürdigt, bevor es zum letzten Stück der Zugabe kam. Jetzt wurden die auch heute immer noch großen Wünsche der Fans nach dem Fuchs mit „The Musical Box“ befriedigt.

Mit diesen beiden Zugaben wurden die Besucher aus Ihrer fast 2 ¾ stündigen Zeitreise zurückgeführt in die Gegenwart. Wer die frühen Genesis nicht sehen konnte, in Erinnerungen schwelgen will und noch besser hören will, wie modern und energiegeladen sich die alten Stücke heute von Genesis anhören könnten, sei hiermit eine Konzertempfehlung ausgesprochen.

Am Rande der Veranstaltung wurden im Foyer Gemälde des Künstlers Frank Grabowski ausgestellt, die sich Genesis-Songs widmen und darstellen. Grabowski durfte bereits mehrfach bei Veranstaltungen von Steve Hackett ausstellen, sowie im Atelier von Roger Dean, der bekannt ist für seine Artworks für YES, Asia, Gentle Giant, Uriah Heep und viele andere Künstler.

In einem Gespräch mit dem Promoter der Extravaganza-Tour in Deutschland, Winfried Völklein, kündigte dieser bereits an, dass es im kommenden Jahr eine Extravaganza-2.0-Tour mit überarbeitetem Programm und neuen Songs geben wird.

Empfehlungen zu The Musical Box

Bestseller Nr. 1 Genesis - The Musical Box
SaleBestseller Nr. 2 Schwarz Holz Star Wars Spieluhr, antike geschnitzte Hand gekröpft hölzerne Musical Boxen Dekoration Handwerk für Kinder Geschenke
Bestseller Nr. 3 Ulysse 9521 Musical Box Ballerina

Letzte Aktualisierung am 14.12.2018 um 22:41 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API