„Unchained Melodies“: Roy Orbison & the Royal Philharmonic Orchestra

VERÖFFENTLICHUNG» 16.11.2018
BEWERTUNG» 7 / 9
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Bereits vor einem Jahr erschien eine CD namens „A Love So Beautiful“, auf der Titel von Roy Orbison durch das Royal Philharmonic Orchestra aus London musikalisch neu eingespielt wurden. Darüber die Vocals des 1988 verstorbenen Ausnahmekünstlers aus Tennessee. Titel wie „Oh, Pretty Woman“ und „Only The Lonely“ wurden dort verbraten. Und es hat ganz gut funktioniert. Der Hit-Katalog des Künstlers hat natürlich noch einige Perlen zu bieten – so verwundert es nicht, dass 2018 die zweite Zusammenstellung folgt.

Man mag ja von dieser Wiederverwertung halten, was man will. Hier kann man dem britischen Orchester, das hauptsächlich in der Cadogan Hall firmiert, nur ein Komplement machen: Die sinfonischen Klänge schleichen sie sehr entspannt und unaufdringlich in die Originalsongs. Die Soundqualität ist hervorragend – und es hört sich ehrlich so an, als seien Sänger und Orchester gemeinsam im Studio gewesen. Ein Kompliment an die in Nashville ansässige Firma von Roys Söhnen, die diesen Release zu verantworten hat.

Wie schon der Vorgänger wurde „Unchained Melodies“ von Don Reedman und Nick Patrick produziert. Bei ausgewählten Titeln spielen Roys Söhne zusätzliche Instrument: Wesley (Gitarre), Roy Jr. (Gitarre) und Alex (Schlagzeug). Dabei werden sie teilweise durch den Background-Gesang der „Orbison Women“ begleitet: Wesleys Tochter Emily Orbison (ihr Ehemann Cameron produzierte die Session), Wesleys Verlobte Jennifer Hicks, Roy Juniors Ehefrau Åsa Orbison und Alex‘ Ehefrau Erika Wolf Orbison. So wurde „Unchained Melodies“ zu einer Familienangelegenheit, bei der alle Generationen mitwirken.

Während die erste Folge noch die ganz großen Hits behandelt, gibt es auf „Unchained Melodies“ vor allem die Titel, die sich für eine orchestrale Umsetzung besonders eignen. Und natürlich sind auch dort einige Evergreens dabei. Ich nenne nur „Blue Bayou“ und „The Great Pretender“. Ein besonderer Zeitraum wurde nicht gewählt. Die Titel umfassen die komplette Karriere-Spanne von 1963 bis 1988.

Als Bonus gibt es noch eine alternative Version von „Heartbreak Radio“: Eine virtuelle Zusammenarbeit zwischen Roy und der Country-Sängerin Cam. Die Songwriterin aus Kalifornien schaffte den Durchbruch mit ihrem internationalen Hit „Burning House“, ihrer ersten Platin-Scheibe und Nummer Eins Country-Single, die auch als beste Country Solo Performance für den Grammy-Award nominiert wurde. Auch diese posthume Kollaboration klingt wunderbar.

Was nun folgt? Eine Live-Reise mit Orchester. Die Tour, bei der Orbison als Hologramm auftritt, umfasst insgesamt 25 Konzerte, auf denen man Roys wirkliche Stimme mit einem Live-Orchester untermalt hören kann.

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Letzte Aktualisierung am 25.11.2018 um 16:27 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API