Long Distance Calling im ExHaus Trier – Konzertbericht

Knecht Rupprecht bescherte in Trier Motorowl und Long Distance Calling

DATUM» 06.12.2018
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Am Nikolaustag kam nicht selbiger in den Balkensaal des altehrwürdigen Trierer Exzellenzhauses, sondern sein treuer und harter Wegbegleiter Knecht Ruprecht in Gestalt von Motorowl und Long Distance Calling, die den knapp 200 Besuchern ordentlich was auf die Ohren geben sollten.

Den Reigen eröffnete die Supportband Motorowl aus der Zone, wie sie sich selbst vorstellten. Ihr düsterer harter Retro-Doom-Black-Psycheldelicrock, der an die frühen Zeit von Black Sabbath erinnert und mit Anleihen an Kyuss, Opeth und andere Größen gespickt ist, begeisterte von Beginn an das anfangs noch spärliche Publikum. Doch mit ihrem Sound und den wütend flehenden Rufen von Max Hemmann lockten sie die noch vor der Tür Stehenden schnell in den Saal.

In ihrem knapp 40-minütigen Set stellten sie ihre beiden Longplayer „Om-Generator“ und „Atlas“ vor und sollten sich damit in die Herzen und Erinnerungen des Publikums spielen.

Nach einer kleinen Umbaupause und 10-jähriger Abstinenz in Trier traten die Instrumentalkünstler von Long Distance Calling aus Münster auf den Plan und die Bühne. Die im vergangenen Frühjahr und Frühsommer gelaufene Tour zu ihrem diesjährigen Output „Boundless“ war so erfolgreich und vielerorts ausverkauft, dass man sich entschloss, eine weitere Tour durch Deutschland und Europa anzugehen.

Im Post(rock)fach fanden sich nicht nur Songs ihrer aktuellen Scheibe, die mit Platz 24 in die deutschen Albumcharts einschlug, sondern auch Songs aus allen Schaffensphasen wie die Kracher „Black Paper Planes“ und „Fire In The Mountain“ oder „Trauma“ des Vorgängeralbums „Trips“. Zum Ende des schweißtreibenden Gigs, nach eindreiviertel Stunden, durfte auch der Klassiker und das immer wieder gewünschte „Metulsky Curse Revisited“ nicht fehlen.

Gute, anspruchsvolle Rockmusik braucht keinen Gesang! Die treibenden Beats, die sphärischen Klangteppiche und meterhohen Wall-Of-Sounds, wie LDC sie immer wieder auf den Punkt abliefern, sind es, die das Publikum in Ekstase versetzen. Das ist alles was Rockmusik braucht: ekstatisches Publikum! Und somit war das dann doch noch eine tolle Bescherung am Nikolaustag!

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Letzte Aktualisierung am 15.12.2018 um 00:31 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API