rebelsoul: Debut-Album als Ausrufezeichen gegen Selbstzweifel

VERÖFFENTLICHUNG» 29.03.2019
BEWERTUNG» 7 / 9
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Der Albumtitel lässt im ersten Augenblick darauf schließen, dass sich das Saarbrücker Trio um Tom Nothof an Bass und Gesang am Thema der verlorengehenden Menschlichkeit in unserer Gesellschaft abarbeitet.

In erster Linie geht es in den neun bzw. zehn Songs um die Menschlichkeit oder das Menschsein des Individuums mit all seinen Selbstzweifeln, Suizidgedanken, Unzulänglichkeiten, Hoffnungen und Liebe.

Lediglich die zweiteilige Suite „losing humanity“ wütet in Teil 1 Rage-against-the-Machine-gleich gegen Fundamentalisten (ISIS, Neonazis, falsche Führer) und überführt diese Wut in Teil 2 in eine Ansprache und einen Aufruf zu Menschlichkeit, Mitgefühl und verleiht mit der unterlegten doomartigen Stimmung die Bedrohlichkeit, falls die Menschlichkeit abhandenkommt.

Tom Nothof kann mit seiner variablen Stimme jegliche Colour der Empfindsamkeiten der Songprotagonisten ausspielen, wobei in einigen zerbrechlichen Liedstellen weniger Shouterattitude gefragt wäre. Simon Spaniol treibt mit seinem kraftvollen Spiel an der Schießbude seine Kumpels stets vor sich her ohne jedoch zu dominant zu wirken. Matthias Schaufler zeigt an der Gitarre die ganz Bandbreite von zart besaitet bis harte Riffs. Hier kommt jeder auf seine Kosten.

Für die Keyboard- und Moog-Passagen hat sich der Dreier Verstärkung bei Uwe Jolly von Jollycaster geholt. Die Tastenparts in den Retro-Stücken wie in Black Swan mit Anleihen an Deep Purple und Led Zeppelin stehen der Band besonders gut. Auch wenn es im Album-Opener „this ist the day we say goodbye“ heißt, ist dieses Album mit Sicherheit keine Abschiedsnummer.

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Letzte Aktualisierung am 10.03.2019 um 20:55 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API