DJ Bobo mit grandioser KaleidoLuna-Show in Trier, 23.5.2019

DATUM» 23.05.2019
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Der Schweizer Superstar DJ Bobo war am 23. Mai 2019 in der Arena Trier und gut 3.000 Zuschauer durften eine Show der Extraklasse verfolgen. Das Alter der Anwesenden war bunt gemischt, aber mit deutlichem Schwerpunkt auf den Ü40ern. Kein Wunder, hatte der inzwischen 51jährige Star des „Eurodance“ seine Glanzzeiten doch zu Beginn der 90er Jahre. Seitdem allerdings hat er sich hervorragend in der Szene gehalten und vor allem mit seinen grandiosen Shows immer wieder für Aufsehen gesorgt. Eine solche Fantasy-Show der Extraklasse wurde auch in Trier geboten und die Zuschauer hielt es nicht lange auf den Sitzplätzen: Mitklatschen und Mittanzen war ein Muss!

Im Vorfeld wurde ich von Freunden nach den Hits gefragt, die der tanzende DJ wohl aus alten Zeiten spielen wird. Ehrlich? Mir fiel (außer „Chihuahua“) auf Anhieb kein einziger ein. Aber vielleicht ist das auch ein gutes Zeichen – werden viele Weltstars doch allein an einzelnen Titeln festgemacht. Bei DJ Bobo war es dann vor allem der Gesamtklang zwischen Discofox und Dancebeats. Das merkte man von Beginn der Show an. Und natürlich kamen die bekannten Klänge im Lauf des Abends. Von „Somebody Dance With Me“ über „Freedom“ bis hin zu „What A Feeling“ waren alle Charthits dabei, die ihm Jahrzehnte lang feste Top 10-Plätze in der Schweiz, Deutschland und Österreich bescherten.

Dass DJ Bobo nicht der beste aller Sänger ist, konnte man von Beginn an merken. Aber es war und ist egal. Die Leadvocals übernahmen ohnehin diverse Gesangs-Profis, die perfekte Jobs ablieferten. Bobo himself war ebenfalls sängerisch tätig – wobei nicht jeder Ton auf korrekter Linie lag – und dazu rappte er überaus passabel die bekannten Textzeilen mit charakteristischem Sprechgesang. Viel stärker als die Gesangsparts waren aber seine Fähigkeiten als Entertainer. Er brachte die Leute zum Aufstehen und Mitklatschen. Er holte alle von ihren Sitzen. Und wenn die Stimme und der Drang zu ausufernden Bewegungen im Alter etwas nachlassen, machte er dies mit starken Sympathiewerten wett.

Überbordend großartig war jedenfalls die Show. Beginnend mit einem virtuellen Countdown auf riesigen LCD Leinwänden begaben wir uns mit dem Astronauten Bobo in den Weltraum und steuerten zielsicher die Arena Trier an. Erstes großes Bühnenbild war ein Sternengleiter, der sich über die komplette Bühne entfaltete. Das Bühnenbild bestand aus riesigen in sich drehbaren LCD-Wänden, die einen überdimensionalen Raum in mehreren Etagen schufen. Zeitweise standen Sänger und Tänzer an einer Reling knapp unter der Hallendecke. Die Hälse der Zuschauer mussten sich oft nach ganz oben recken.

DJ Bobo hat eine sehr menschliche, zum Teil auch autobiografische Show entworfen. Er erzählte von den Träumen, die er selbst als kleines Kind hatte, und hielt Queens „Live Killers“ LP in die Kameras. Damit hat bei ihm nach eigener Aussage der Traum angefangen, ein Rockstar zu werden. Um auch anderen diesen Traum zu erfüllen, bat er den 11jährigen Yannick auf die Bühne und ließ ihn an einem virtuellen Schlagzeug „We Will Rock You“ intonieren. Das war ein besonderer Moment – nicht nur für den kleinen Protagonisten.

Die Show bot weitere Gimmicks auf. Tänzer im Schwarzlicht-Anzug, was besondere Effekte erzeugte. Leucht-Drohnen, die sich fliegend einer Tänzergruppe anschlossen. Konfetti und Lametta – dazu überraschend viel Pyrotechnik. Auf den großen LCDs wurde ein Haus abgebildet, das sich ständig veränderte und dessen Bilder Atmosphäre erzeugte. In ruhigen Momente tanzte DJ Bobo in einer gezeichneten Landschaft und interagierte mit Strichmännchen. Gemeinsam mit dem Publikum erarbeitete er eine Choreo zu Handy-Taschenlampen. Und zu „Colours Of The World“ gab es einen bewegenden Film, der das multikulturelle Miteinander in den Vordergrund stellte. DJ Bobo hat tausende von Ideen und es gelingt ihm, diese authentisch umzusetzen.

Höhepunkt der Show war eine bewegliche Bühnenfläche, die sich bis zur 45-Grad-Neigung nach oben bewegen ließ. Die Illusion zeigte Tänzer und Sänger, die der Schwerkraft trotzten. In Wirklichkeit wurden sie von Stahlseilen gehalten und boten ein aufregendes „Believe in Freedom“. Knapp 80 unterschiedliche Kostüme, viele Fantasy-Welten, eine kurzweilige Show mit überraschenden Effekten: „KaleidoLuna“ bietet ein Fest für die Sinne. DJ Bobo hat es immer noch drauf. Ruhestand nach 27 Jahren? Fehlanzeige. Gut so!

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