IQ: „Resistance“ – ein starker Longtrack und viele Standards

VERÖFFENTLICHUNG» 27.09.2019
BEWERTUNG» 6 / 9
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„A Missile“ – ein Opener wie eine Rakete; wie schon die Opener der beiden Vorgängeralben „Frequency“ und „Road Of Bones“. Hier wird klar, dass IQ fünf Jahre nach ihrem letzten Album „Road of Bones“, das Platz 32 der deutschen Albumcharts erreichte, einen neuen Meilenstein in ihrer nunmehr 38-jährigen Bandgeschichte setzen wollen.

Seit ihrem Klassiker „Subterranea“ (1997) ist „Resistance“ das zweite Doppelalbum der Briten um Peter Nicholls und Michael Holmes. Man wollte der Musik den Freiraum geben, den sie braucht, und das war nach „Road of Bones“ nur als Doppelalbum möglich, so Michael Holmes, der mit seinem typischen Gitarrenspiel dem Album erneut seinen Stempel aufdrückt.

„If Anything“ fällt aus der IQ-typischen Spielweise heraus und ist eine radiotaugliche Nummer, die in den ersten Takten stark an „Streets Of Philadelphia“ erinnert. Um nicht ganz so belanglos zu wirken, hat man dann wohl doch noch mit einem Orgeleinsatz einen Kontrapunkt am Ende des Stücks gesetzt.

Der 15-minütige Longtrack auf Disc 1 setzt den Schlussstrich und beginnt mit der Fortsetzung des Orgelspiels aus „If Anything“ und einem Übergang zu gruselfilmähnlicher Kirmesmusik mit Theremineinsätzen als Windspiele. Was sich gut anlässt, fällt dann doch wieder zurück in den typischen IQ-Sound und Songaufbau.

Die ersten wirklich Aufmerksamkeit erhaschenden Momente des Doppelalbums kommen mit dem 22-minütigen Longtrack und Opener von Disc 2 „The Great Spirit Way“, das mit spacigen Keyboardflächen Einzug und Moogsound parat hält. Immer wieder werden spock’s beard ähnliche Pathos-Instrumentalteile als Übergänge zwischen den einzelnen Songparts eingefügt.

Die drei folgenden Stücke mit einem weiteren 20-minütigen Longtrack erstrecken sich nochmals in den bandtypischen Songstrukturen.

Es ist ein solides IQ-Werk geworden, das die Neoprog-Gemeinde und IQ-Fans feiern werden, aber die dunklere Seite der Band, wie sie in der Pressemitteilung angekündigt wird, findet sich stärker im „Dark Matter“-Album ausgearbeitet. Der Höhepunkt des Albums ist eindeutig der 22-Minüter „The Great Spirit Way“, der neue Ansätze bringt und deutlich mehr Abwechslung und Facetten ausarbeitet als der Rest des Albums, der sich in den üblichen Spielereien und Soli ausbreitet.

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Letzte Aktualisierung am 25.08.2019 um 14:36 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API