Das Blaue Palais: „D-UF 73“ (Dufte)

VERÖFFENTLICHUNG» 23.09.2019
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
LABEL»
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Manche Begegnungen sind so zufällig und doch so passgenau, wie meine Begegnung mit der Band bzw. dem Ein-Mann-Projekt „Das Blaue Palais“ von Jochen Oberlack.

Da waren auf Bandcamp Cover zu sehen, die so sehr an Kraftwerk, Neu! oder Rheingold erinnerten, dass ich nicht umhinkam, dort mal mit mindestens einem Ohr zu lauschen.

Und so ist es denn auch: Jochen Oberlack präsentiert mit seinem Projekt und mit der im September veröffentlichten Scheibe „D-UF 73 (Dufte)“ einen Sound, der sich an der Düsseldorfer Schule orientiert. Keyboard-Sounds und Gitarren dominieren in teils repetitiven Läufen die Songs, versprühen einen Charme, der an die gutgelaunten 80ies erinnert, aber trotzdem frisch und modern klingt und sich mit der Auswahl der Songtitel (Opel Kadett, Mannesmann oder Petting statt Pershing) ebenfalls an diese Ära anlehnt.

In Zeiten austauschbaren Plastikpops oder jammernd-säuselnden, selbstbeweihräuchernden, angepassten Singer/Songwritern, die auch die alternde Schlagerfraktion ansprechen wollen, klingt dieses Retro-Album so herrlich erfrischend, dass man fragen möchte: Warum kann daraus nicht eine Neue Deutsche Welle entstehen?

Unsere Das Blaue Palais Empfehlung

D UF 73
  • Bellerophon Records
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Letzte Aktualisierung am 30.09.2019 um 22:27 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API