The Flea-Pit: “The Life and Times of Doug Jaranski” – Konzeptalbum & Comic

VERÖFFENTLICHUNG» 09.01.2020
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
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Als erster Release des Jahres 2020 erreichte mich ein spannendes Werk der holländischen Prog-Metaller The Flea-Pit. Die Band besteht aus nur zwei Musikern: dem Schlagzeuger und Keyboarder Wily van Haren sowie Harald te Grotenhuis an Gitarre, Bass, Banjo, Keyboards und Vocals. Was die beiden da zusammengestellt haben, ist sowohl musikalisch als auch konzeptionell eine Wucht.

Wily selbst hat die Geschichte von Doug Jaranski in einen Comic gepackt. Es geht um einen gequälten Dichter, der von Alkohol und zwielichtigen Frauen umgeben ist. Sein Leben spielt sich größtenteils in einer Bar ab, die Flohgrube (“Flea-Pit”) genannt wird. Neben dem Barmann Pete beherbergt die Flohgrube eine seltsame Ansammlung von Menschen und Kreaturen, die in verschiedenen Erscheinungsformen auftreten. Während sich die Geschichte entfaltet, werden die Situationen grotesker und unwirklicher. Auf jeder Seite scheint die Grenze zwischen Realität und Fantasie zu verschwinden, und Doug bleibt in einer dunklen und kalten Wüste gefangen, wo er mit seinen Fehlern, seiner verlorenen Liebe, den starren Augen lang toter berühmter Dichter und einem riesigen Meskalwurm konfrontiert wird.

Das Geschehen wird in kunstvollen Schwarz-Weiß-Zeichnungen erzählt. Die gut dreißig Comicseiten sind hervorragend verarbeitet und sehr gut in Szene gesetzt. Wir sehen Doug in realen Situationen aber auch häufig in surrealen Traumsequenzen. Ziel der beiden Macher war es, eine Story zu schaffen, bei der Musik und Bilder sich ergänzen. Das ist absolut gelungen. Das Heft enthält zudem die Lyrics der Songs und ein Nachwort der beiden langbärtigen Musiker.

Musikalisch ist das Album von Beginn an mitreißend, enthält Spuren von Thrash- und Powermetal. Es gibt hymnische Songs, die Dougs selbstbewusstes Auftreten in der Bar beschreiben. “The Barfly” bietet bierselige Anleihen bevor es umgehend wieder härter wird. Das Banjo kommt in “Worm” zum Einsatz. Die Story kumuliert aber in “Hymn To A Dead Dog”, das neben der knallharten Attitüde auch ruhige Passagen erzählt und mit starken Doom-Einlagen eine sechsminütige Suite darstellt.

Bleibt zu hoffen, dass das Album nicht nur Soundtrack zum Comic bleibt. Live könnte das ziemlich überzeugend werden, wenn die beiden den Sound mit Mitmusikern auf die Bühne bringen.

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Letzte Aktualisierung am 11.01.2020 um 13:53 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API