Miles To Perdition – 2084

Düster vertonte Visionen

VERÖFFENTLICHUNG» 31.01.2020
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
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In Zeiten globaler Krisen, rückwärts gewandter Politiker, ständig versuchten Zwiedenkens (Doppeldenks) kommen einem immer wieder Gedanken an die Romane Orwells, Huxleys oder anderer dystopischer Sci-Fi-Autoren. Diese Gedankengänge lagen auch bei der Namensgebung des Albums zugrunde und man datierte Orwells Roman um hundert Jahre weiter.

Das Album orientiert sich thematisch und inhaltlich an diesen Themen und auch bei der Auswahl der Songnamen (Terror Of Lies, SOMA, Cognitive Dissonance und das abschließende Doom). Musikalisch bleibt man allerdings in der alten Welt und in bekannten Fahrwassern des Metalcore. Es geht stramm und schnell nach vorne, Ken Pletschetts Stimme ist im Screaming und Growl zu Hause und kann in beidem punkten. Das Songwriting bietet allerdings nicht viel Neues. Hier könnte man sich eine Scheibe bei “Lorna Shore” abschneiden.

Alles in allem ist der zweite Longplayer der Luxemburger nach “Blasphemous Rhapsody” ein bodenständiges Metalcore-Album und es bleibt den fünf düsteren und trotzdem sympathischen Recken zu wünschen, dass sie hiermit den Durchbruch in der Szene schaffen und wieder – nach 2016 – in Wacken spielen können.

 

Unsere Miles To Perdition Empfehlung

Letzte Aktualisierung am 29.01.2020 um 20:40 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API