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Agnes Obel: fünf neue instrumentale Fassungen von Stücken aus ihrem Album

Agnes Obel  -  Quelle: Promotion Werft

Die in Berlin ansässige Künstlerin, Instrumentalistin, Produzentin und Songschreiberin Agnes Obel veröffentlicht bei Deutsche Grammophon und Blue Note Records neue Musik zu ihrem Album „Myopia“. Ab sofort als Stream verfügbar: fünf neue instrumentale Fassungen von Stücken aus ihrem Album.

Seit fast zehn Jahren zählt Agnes Obel zu den unabhängigen und eigenwilligen Künstlern der Gegenwartsmusik – als Produzentin, Songschreiberin und Interpretin. Sie ist eine außergewöhnliche Musikerin, die in keine Schublade passt und Brücken schlägt zwischen alternativer und klassischer Musik.

Ihr Album „Myopia” ist im Frühjahr dieses Jahres bei Deutsche Grammophon erschienen sowie in den USA bei Blue Note Records. Es folgt denselben Grundsätzen wie ihre früheren Aufnahmen („Philharmonics”, „Aventine” und “Citizen Of Glass”), die Obel im Alleingang in ihrem Berliner Studio produzierte.

»Für mich ist ‚Myopia’ ein Album über Vertrauen und Zweifel. Kannst du dir selbst vertrauen oder nicht? Kannst du deinem eigenen Urteil vertrauen? Kannst du darauf vertrauen, dass du das Richtige tust? Kannst du deinen Instinkten und deinen Gefühlen vertrauen? Oder sind deine Gefühle verzerrt?« – Agnes Obel

Für „Myopia” zog sich die Musikerin in eine selbst auferlegte kreative Isolation zurück. Alle äußeren Einflüsse und Ablenkungen wollte sie ausblenden, während sie mit dem Schreiben, der Aufnahme und dem Abmischen beschäftigt war. »Sämtliche Alben, an denen ich gearbeitet habe, verlangten, dass ich eine Art Blase schaffe, in der sich alles nur noch um das Album dreht.«

»Für mich ist die Produktion fest verknüpft mit dem Text und der Geschichte hinter den Songs«, sagt sie. Und genau das macht ihre Musik so überzeugend – wie sich auf „Myopia” zeigt. »Paradoxerweise muss ich meine eigene Myopie schaffen, um Musik zu machen.« Obel experimentierte bei der Aufnahme mit Bearbeitungen und Verzerrungen, mit den Tonhöhen von Gesang, Streichern, Klavier, Celesta und Luthéal-Klavier. Dabei fand sie Wege, diese Elemente miteinander zu verschmelzen, sie zur Einheit werden zu lassen und sie so einzusetzen, dass man sich wohlfühlt bei dem Klang, den sie auf „Myopia” hervorbringt.

Die Veröffentlichung neuer Musik von Obel folgt auf das Erscheinen von vier Videos, die im Januar 2020 live bei einem ihrer ausverkauften Auftritte im National Sawdust in Brooklyn gefilmt wurden.

Das von ihrem langjährigen Mitarbeiter und Partner Alex Brüel Flagstad produzierte Video zu »Won’t You Call Me« ergänzt perfekt die Themen des Albums und steht in einer Reihe mit den offiziellen Videos zu »Island Of Doom«, »Broken Sleep« und »Camera’s Rolling«.

Obel (Klavier und Gesang) spielt mit ihrer rein weiblichen Liveband: Anne Bakker (Bratsche, Gesang und Mellotron), Louise Duggan (Mallet und Gesang) und Kristina Koropecki (Cello, Gesang und Organelle).

»Ich habe das Filmmaterial bearbeitet, indem ich es mehrere Male neu aufgenommen habe. Es wurde auf verschiedene Monitore geschickt und dort noch einmal mit einer alten Röhrenkamera abgefilmt. Ich mag es, wie die Röhre (in der Röhrenkamera) einen geisterhaften Tracking-Effekt auf die Bewegungen und das Licht ausübt und sie insgesamt das Bild in dieser veralteten Fernsehtechnik weichzeichnet, die wie eine Mischung aus Super 8 und VHS erscheint. Für mich erzeugt sie einen gewissen nostalgischen Nebel, der, so hoffe ich, Raum für die Musik lässt.« – Flagstad

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