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Burges, Gränzer, Schade: „Jenseits schillernder Welten – Farben der Liebe“

Burges Gränzer Schade  -  Quelle: another dimension

Sie mussten bereits einige Lebensereignisse und Entwicklungsphasen hinter sich lassen – oder kurzum: sie mussten schon etwas älter werden -, um sich schließlich kennenzulernen und das gemeinsame Herzblut-Projekt aus der Taufe zu heben: die Pianistin und Sängerin Katharina Burges, der Autor und Interpret Torsten Gränzer und der Perkussionist und Klangdesigner Göran Schade, die als Burges Gränzer Schade im Jahr 2019 ihr erstes und gleich für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiertes Album „Jenseits schillernder Welten“ veröffentlichten und mit einer Reihe von Auftritten in deutschen Theatern und auf Kleinkunstbühnen ein begeistertes Publikum hinterließen.

So hätte es durchaus weitergehen können, aber die Pandemie-Umstände zwangen das Trio zumindest in eine Live-Pause, die es dazu nutzte, an neuen Stücken zu arbeiten. Unter der weitreichenden Bezeichnung „Farben der Liebe“ entstand eine Fortsetzung von „Jenseits schillernder Welten“, die wie gehabt wieder beseelte und gesellschaftskritische Songs enthält, dabei aber auch die humorvolle Seite der Künstler*innen entdeckt.

Waren es im ersten Programm noch betagtere Lyriken Gränzers, welche Burges neu vertonte, erarbeiteten Burges Gränzer Schade mit „Jenseits schillernder Welten – Farben der Liebe“ ein Werk aktueller Themen, in dem die anfänglichen Unterschiedlichkeiten der musikalischen Hintergründe der Künstler*innen – der Dreck des Punks und der Direktheit des Rocks auf der einen, sowie der Feinfühligkeit des Jazz, Souls und der Eleganz der Klassik auf der anderen Seite – zunehmend verschmelzen und eins werden.

Wieder lassen die Stücke Raum für persönliche Interpretationen, einmal mehr lassen sie sich nicht in eindeutige musikalische Stile pressen und sind sowohl von kompositorischer, als auch von rhythmischer Vielfalt geprägt. Die offenen Arrangements der Trios werden vor allem vom „Orchester“ Göran Schade umgesetzt, der wieder einmal mit seinem abwechslungsreichen Perkussionsspiel zwischen durchdringenden Gongs und zartem Glockenspiel, zwischen rhythmischen Kastagnetten und pompösen Bassdrums überzeugt.

Die auf dem ersten Album noch vorhandene elektronische Komponente wurde fast komplett zurückgefahren und dafür Gastmusiker*innen eingeladen, die ihrerseits mit expressivem Spiel die Stücke noch einmal in eine andere Ebene transportieren, ihnen emotionale Authentizität und Lebendigkeit schenken und so eine reizvolle, künstlerische Vielfalt zeigen, ähnlich farbig, wie die Schattierungen der Liebe in den einzelnen Songs. Gabriele Kienast (Violinen), Jens Naumilkat (Cello) und Franz Czaja (Kontrabass) agieren als klassisches Streichensemble, Sebastian Pietsch setzt mit Bariton- und Tenorsaxophon feinfühlige Akzente so wie auch Daniel Mikullas groovender Fretless-E-Bass und Mowayad Eddin Al Kawas Stimme in Erscheinung tritt.

Aufgenommen wurde das Album vom Produzenten Jürgen Block (u.a. City, Keimzeit, Sandow, Filmorchester Babelsberg) wieder mit dem warmen Analog-Sound des Blockhaus-Studios Bad Belzig, entsprechend gemastert von Andreas Balaskas in den Berliner Masterlab Studios. Beim Cover-Design stand einmal mehr der Berliner Künstler C.eS. (theARTer) zur Verfügung, der schon das erste Artwork gestaltete.

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