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Elda: „8 Meters” Single & Musikvideo – keine vorgefertigte Pop Strukturen

ELDA  -  Quelle: add on music

Intime Songtexte zu teilen, gemeinsam von der Schülerband bis auf Festivalbühnen zu gehen und zusammen alles andere für die Musik hinzuschmeißen ist ein krasser Prozess. Man muss sich vollkommen vertrauen und das schweißt zusammen.

Hinter den Songs von Elda stehen zwei Frauen, die nicht bereit sind sich in vorgefertigte Pop Strukturen einzufügen. Seit ihrer Schulzeit rücken sie unbeirrt immer weiter in die Musik Business Welt vor und schaffen Platz für weiblichen, intuitiven und abwechslungsreichen Indie Pop. Sie versuchen gar nicht erst mit einer glitzernden Show zu beeindrucken oder die Ecken abzurunden, die das Songwriting der Band so besonders machen.

Seit 2018 spielen Elda in voller Band Besetzung und waren Teil des Line-Ups von Festivals wie der Fusion, dem Lott Festival, oder dem Nonstock Festival. Die Musikerinnen von Elda standen schon auf Bühnen in ganz Deutschland und haben internationale Acts wie die Mighty Oaks, The Bland, Intergalactic Lovers, Rayland Baxter oder Jim Kroft supportet.

Die neue Single „8 Meters” wurde am 6. November 2020 veröffentlicht und verarbeitet Eindrücke einer besonderen Reise nach Palästina (Workingtitle: Bethlehem). Das erste Mal in das Land reisen, aus dem der eigene Vater ausgewandert ist, heißt zuhören, Geschichten abgleichen, sich vergleichen. „8 Meters” spiegelt die beginnende Suche nach einer verpassten Identität wider und ist ein Outcome dieser persönlichen, biographischen Erfahrungen.

Mit treibenden Trommeln und surrendem Bass eröffnen Elda die Jagd nach dem Versäumten. Sie verfolgen einen durch den ganzen Song. Manchmal sitzen einem die perkussiven Elemente direkt im Nacken, dann halten sie inne und geben Zeit, sich kurz umzuschauen. So sensibel und zurückhaltend die äußeren, politischen Themen um „8 Meters” behandelt werden müssen, genauso eindringlich und ungebremst prasselt die emotionale Mischung aus Verbundenheit und Distanz der Texterin auf einen nieder. Wie ein Hitzeflimmern wabert die E-Gitarre über dem so typischen zweistimmigen Elda Gesang: „Strangers breathing down by the pool, this story sucks and i feel you.“

Im März 2021 veröffentlichen ELDA ihre dritte EP Golden Bowl, auf der „8 Meters” neben 4 weiteren Singles zu hören sein wird. Dieses mal haben die Musikerinnen gleich zwei Produzenten gefunden, die die Eigensinnigkeit und das Facettenreichtum ihrer Musik zu unterstreichen verstehen und sich wunderbar ergänzen: In Tobias Sieberts güldener, Berliner Musikwerkstatt wurden aus Frankfurter Proberaum Demos die Hauptzutaten für eine äußerst feine, kleine Platte. Jeder Track hat eine ganz eigene Persönlichkeit, doch sie alle tragen die eindeutige Handschrift der Musikerinnen von Elda. Tanzbarer Indie Pop wird hier durch den düsteren, progressiven Touch ergänzt, den man schon von früheren Veröffentlichungen kennt.

Elda fügen dem ‚Bowl‘ außerdem zwei frische Indie-Nummern bei, die mit dem Mannheimer Produzenten Manuel Renner, der schon für die Hideout EP an Board geholt wurde, perfektioniert wurden. Nach der letzten Platte auf der sich die Musikerinnen sehr dreamy und stellenweise fast ätherisch zeigten, könnte man die „Golden Bowl” EP fast schon als ‚rough‘ bezeichnen. Der Hall ist noch da, die Zweistimmigkeit auch, aber die Songs sind knackiger, die Drums und die perkussiven Elemente nehmen mehr Raum ein und die 5 Songs ziehen diesmal insgesamt mehr nach vorne.

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