Eyesberg: Die progressive Vertonung von van Goghs Leben

Man kann guten Gewissens sagen, dass es sich bei der Band Eyesberg um eine deutsch-britische Prog-Institution handelt, denn ihre Gründung liegt in den späten 1970ern. Nach ihrer Auflösung in 1987 und der Reunion Anfang der 2000er fanden sie bei Progressive Promotion Records eine neue Heimat zur Veröffentlichung neuen Materials, das nun mit der progressiven Vertonung von van Goghs Leben eine Fortsetzung findet.

Das Album zeigt das Leben von Van Gogh von einer verstörten, ungeliebten Kindheit und Jugend bis hin zu einem unruhigen, von Angst geplagten Erwachsenenalter bis hin zu seinem daraus resultierenden Wahnsinn und unweigerlichen Selbstmord.

Musikalisch spielt sich das Konzeptalbum irgendwo zwischen den üblichen Verdächtigen des Neo-Prog (Arena, Pendragon, Marillion) und Retro-Prog (Spock’s Beard, Transatlantic). Bezeichnend hierfür ist auch das Schlagzeugspiel des Ex-Spock’s Beard und Pattern Seeking Animals Drummer Jimmy Keegan, sowie das stark an Steven Rothery angelehnten Gitarrenspiel. Malcolm Shuttleworth’ Stimme, die in großen Teilen an Fish und Peter Gabriel erinnert, tut ihr Übriges dazu.

Eine Neuerfindung des Rades ist das Album nicht, aber es ist eine kurzweilige und genretypische Veröffentlichung, die den Anhängern der genannten Spielarten des Progs ins Ohr gehen dürfte.

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