Wie ein Tagebucheintrag Mandy Capristo wieder zum Glück verhalf

Selbstoptimierung ist eine großartige Sache: sie ermahnt uns dazu, streng mit uns selbst zu sein, uns ständig mit anderen zu vergleichen und bloß niemals nachzulassen. Klingt irgendwie doch gar nicht so großartig, sondern wie eine Anleitung zum Unglücklichsein? Willkommen im Leben von Millionen von Menschen rund um die Welt, die unter dem ständigen Druck zur Selbstoptimierung leiden, die unser ach so perfektes Instagram-Leben noch perfekter machen soll. Mit ihrem neuen Song sagt Mandy Capristo nun: „Genug“!

„Wir sind oft so hart mit uns selbst, wir reden derartig streng mit uns, so würden wir mit keiner Freundin umgehen“, ist sich Mandy sicher. „Wenn man diese Gedanken verändert und liebevoller mit sich umgeht, entsteht automatisch ein viel größeres Vertrauen zu sich selbst.“ Ein Schlüssel ist, sich nicht ständig an anderen abzuarbeiten: „Du musst dich nicht vergleichen / Dann wirst du dir reichen / Hör mir zu, ja, du bist doch genug!“, heißt es dazu in „Genug“ unter anderem, das die Geschichte einer jungen Frau auf der Reise zu sich selbst erzählt.

Die 30-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn auch sie hatte und hat viel mit dem Thema zu tun: „Ich habe aufgeschrieben, womit ich gestruggelt habe und immer noch struggle. Dieses Gefühl, permanent unter Druck zu stehen, kennt wahrscheinlich jeder Mensch. Egal, wieviel du machst, immer das Gefühl zu haben, nicht genug gegeben zu haben und nicht genug zu sein.“ Eigentlich, so Mandy, sei sie mit einem sehr starken Urvertrauen aufgewachsen und habe sich immer auf eine innere Stimme verlassen können, die ihr Halt gab. Dann jedoch kam sie „in eine Zeit in meinem Leben, da war sie auf einmal weg. Das hat mich an ganz schön dunkle Plätze gebracht. Ich habe mich plötzlich sehr alleine gefühlt, ohne dass ich es war.“

In dieser Zeit musste sie sich immer wieder daran erinnern, dass sie genug ist. Dabei half ihr ein vermeintlich simpler Kniff: „Bevor ich den Song geschrieben habe, hatte ich ‚Du bist genug’ in meinem Tagebuch auf meine Hauptseite geschrieben. Ist ganz schön intim, aber irgendwann habe ich es mir an den Spiegel geschrieben. Ich muss schmunzeln, aber selbst meine Weckfunktion habe ich so benannt. Das war das Erste, was ich am Morgen gesehen habe, und das Letzte, was mich beim Wecker stellen daran erinnert hat.“

Bei Mandy Capristo hat es geholfen – sie ist heute wieder gefestigt und bei sich. Doch nicht jeder schafft es allein aus dem tiefen Loch heraus, weshalb es ihr ein großes persönliches Anliegen ist, anderen Menschen – und besonders anderen Frauen – beim Thema seelische Gesundheit zu empowern. Sie tut dies neben dem Song „Genug“ mit ihrem neuen Projekt Felice, einer modernen deutschen Plattform, die das Ziel hat, Menschen zusammenzubringen und ihnen die Einsamkeit zu nehmen. Mit speziellen Inhalten und Veranstaltungen im Bereich „Mentale Gesundheit“ unterstützt Felice Menschen dabei, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, und begleitet sie auf dem Weg zu innerer Zufriedenheit. Über einen Fonds werden zudem ausgewählte gemeinnützige Organisationen finanziell unterstützt, die sich in diesem Bereich engagieren.

„Am Ende des Tages bestimmst du selbst dein Gefühl und deine eigenen Gedanken über dich, mit denen du schlafen gehst und wieder aufwachst“, weiß Mandy. „’Genug’, darf dich daran erinnern, dass du die einzige Person bist, die dich glücklich machen kann. Ich wollte einen Song schreiben, der dich aufbaut, ohne bei dem Thema zu melancholisch zu werden. Ich denke, dass es bei allem im Leben darum geht, positiv eingestellt zu sein.“

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