MEER: Ein musikalischer Höhepunkt zum Jahresanfang

Die norwegische Band MEER veröffentlichte im Januar ihr zweites Album “Playing House” und charakterisiert sich selbst als ‘alternative progressive orchestra’. Diese Charaktersierung trifft es allerdings nur ansatzweise, denn was die acht Musiker hier auf Platte zaubern ist der erste Höhepunkt des neuen Jahres und bietet cinematischen Artpop mit Progressive Rock Einflüssen.

Die Songs sind wunderbar eingängig arrangiert ohne auch nur auf Tiefgründigkeit oder Komplexität zu verzichten. Es ist ein neuer eigenständiger Sound, der den Zeitgeist des Artpop auf den Kopf trifft und immer wieder auf verschiedene Bands referenziert ohne diese zu kopieren. Johanne Kippersund trifft stimmlich manchmal die Tonlage einer Björk, die elektronischen Sounds erinnern an ihre Landsleute von Jaga Jazzist, die Melancholie in verschiedenen Stücken erinnern an die Newcomer von OAK, die Streicher könnten an manchen Stellen von Kansas kommen, Airbag und Luna Kiss schimmern auch immer wieder durch. Was hier geboten wird ist ganz großes Kino.

MEER wurde 2008 in Hamar, Norwegen, ursprünglich als Duo namens Ted Glen Extended gegründet und hat sein Lineup auf acht (!) Mitglieder erweitert. Die zusätzlichen Mitglieder brachten ihre eigenen individuellen Stile und musikalischen Interessen und Einflüsse mit, und es ist daher nicht verwunderlich, dass die Musik von MEER so vielseitig und interessant ist wie heute. Das neue Album Playing House wurde bei Ocean Sound Recording und Tanken aufgenommen, mit dem Produzenten Lars Gärtner Fremmerlid (Einar Stray Orchestra) an der Spitze und mit Künstlern Helena Haglund und Simen Skari für das Artwork.

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