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Fortuna Ehrenfeld und Nicholas Müller im Brunnenhof Trier – 21./22.8.2020

Nicholas Müller  -  21.08.2020 - 22.08.2020  -  Brunnenhof / Trier

Leider mussten die beliebten Konzertreihen in der Region Trier in diesem Jahr ausfallen: Porta hoch drei, die Amphitheater Open Airs, die großen Konzerte am Strandbad Losheim am See… leider Fehlanzeige aufgrund der Pandemie. Eine Situation, die potentielle Zuschauer natürlich bedauern, die aber für Veranstalter und alles, was damit zusammenhängt, existenzbedrohend ist. Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass es kaum große Events in diesem Jahr geben wird. Umso schöner ist es, wenn dann kleine Locations mit Leben gefüllt werden. Der Brunnenhof direkt neben der Porta Nigra in Trier ist eine solche Location. Die Akustik in diesem Innenhof ist phänomenal – das hat das Trierer Theater schon unter Beweis gestellt, als es den Brunnenhof als Ausweichstätte nutzte. Und auch Popp Concerts, die großen Veranstalter aus Trier, nutzen dieses altehrwürdigen Gemäuer für zwei Konzerte, die Musikliebhaber sicher begeistern werden:

Fortuna Ehrenfeld – 21. August 2020 – Beginn: 20 Uhr

Umjubelte Tourneen durch den gesamten deutschsprachigen Raum, himmelhochjauchzende Pressekritiken, unzählige Konzerte in den unterschiedlichsten Settings: Man kann getrost sagen, dass das Raumschiff FORTUNA EHRENFELD in nur knapp drei Jahren sanft abgehoben hat und souverän seine Kreise zieht.

Die Kölner Indie-Pop Band kommt im Sommer, trotz Corona, wieder zurück nach Trier. Bestuhlt, unter Einhaltung der aktuellen Hygiene-Vorschriften, Vorverkauf exklusiv über www.ticket-regional.de

Foto: Fortuna Ehrenfeld

Nicholas Müller – 22. August 2020 – Beginn: 19.30 Uhr

Nicholas Müller, ehemals Sänger von „Jupiter Jones“ und später der Band „von Brücken“ sowie Autor des Spiegel-Bestsellers „Ich bin mal eben wieder tot“ (2017), in dem er seine Angststörung verarbeitete, kommt mit dem Programm „Zum Sterben Zuviel – Ein Abend mit dem Tod & Nicholas Müller“ auf die Bühnen der Bundesrepublik. Eine Art Revue oder auch Konzeptkonzert, in dem das Multitalent das tut, was er wirklich gut kann: Musik machen mit Freunden, Gedanken teilen, mit Humor, zu einem unterschätzten, aber großen Thema.

„Nichts ist mir näher als Musik und der Mensch, in all seinen Merkwürdigkeiten und hinreißenden Aggregatzuständen“, sagt Nicholas Müller. „Lasst uns in der ganz großen Mitte treffen: wenn’s ein Thema gibt, auf das wir uns in seiner Unausweichlichkeit einigen müssen, dann ist es der Tod. Kann jedem mal passieren. Kommt mir jetzt bitte nicht mit den dreieinhalb kryogenisch eingefrorenen, armen Irren. Der mitteleuropäische Tod ist ein Flüsterthema, die große vorgehaltene Hand, findet nur in Filmen statt und muss immer mit maximal zugekniffener Haltung abgearbeitet werden. Wir staksen durch den Tod, wie wir’s auch im Leben tun: Trauerdogmen, Geschlechterrollen, Erdmöbelshopping in Eiche-massiv, Frikadellchen zum Leichenschmaus, allein das Wort schon! Ich sag noch nicht mal, dass das zwingend falsch wäre. Ich finde nur, wir sollten mehr darüber sprechen. Und singen! Damit wir endlich mal klarkommen, weil’s uns alle angeht.“

„Zum Sterben zu viel“ begrüßt das Publikum mit einem bunten Strauß aus Schwarz: Lieder über den Tod, geschrieben von anderen, intoniert von Nicholas Müller und musikalisch begleitet vom grandiosen Neonorchester, hervorragende Talkgäste, musikalische Freunde am Mikrofon, jeden Abend frische Gedanken übers große Gammeln, eine Mischung aus kleiner Revue und großer Geste, Konzert und Konzept, Talkshow und Schweigeminute. Immer voller Respekt, aber nie ohne Humor. Entspannen wir uns vorm letzten, großen Entspannen. Schaden kann’s nicht. Tod und Spiele!