D-A-D „Fast On Wheels“ Tour 2012 – Support: Bullet Monks, Luxor in Köln

D-A-D "Fast On Wheels" Tour 2012 - Support: Bullet Monks, Luxor in Köln
DATUM» 12.02.2012
ARTIST» ,
VENUE»

Mit ihrem inzwischen elften Album „DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK“ bewiesen D-A-D, dass sie auch nach knapp 30 Jahren nicht verlernt haben, was es heißt, so richtig guten Hardrock zu produzieren. Bereits ’84 als „Disneyland After Dark“ gegründet, eroberten die vier Dänen erst ihre Heimat, dann ganz Europa. Ihr Hit „Sleeping My Day Away“ darf auch heute in keinem Rock-Club fehlen. Jetzt müssen Sänger Jesper, sein Bruder Jacob an der Gitarre, Bassist Stig Pedersen und Drummer Laust Sonne beweisen, dass sie es auch live noch so richtig krachen lassen.

Das Kölner Luxor platzt aus allen Nähten und die Hitze in dem kleinen Club ist schon vor Beginn der Show kaum auszuhalten. Bevor D-A-D die Bühne stürmen, bespaßen zunächst die „Bullet Monks“ das Kölner Publikum. Nachdem alle Instrumente, darunter die kurios aussehenden Bässe von Stig, auf der Bühne verstaut sind, geht es los. Gut gelaunt treten D-A-D mit „New Age“ auf die Bühne. Danach gibt es „Jihad“ auf die Ohren, dessen Refrain „No Fuel Left For The Pilgrims“ auch gleichzeitig der Titel des Albums von ’89 ist. Es folgt „Everything Glows“, dann „Point Of View“. Schon nach den ersten Songs beweist das Publikum, dass es nicht einfach nur ein Publikum ist: Es sind wahre Fans, die laut mitsingen und die Rocker feiern. Dies danken ihnen die Dänen mit vielen deutschen Worten, welche die Menge nur noch mehr zum Brodeln bringen.

Zum Glück wird endlich die Lüftung eingeschaltet, welche die Raumtemperatur auf einen erträglichen Grad herunterkühlt. Trotz wenig Platz wirbelt die Band über die Bühne. Ab und an müssen die massiven Kästen vor der Bühne, die Equipment Boxen und das Schlagzeug als Erweiterung herhalten. D-A-D trägt ursprünglich den Namen Disneyland After Dark. Nach einer erfolgreichen Welttournee, bei der sie auch in den USA spielten, wurde jedoch die Walt Disney Company auf die Band aufmerksam und setzte gerichtlich durch, dass das Wort Disneyland nicht länger verwendet werden durfte. Folglich kürzten die Dänen ihren Namen schlicht mit D-A-D ab.

Bassist Stig Pedersen ist für seine ausgefallenen zweisaitigen Instrumente bekannt. Ob durchsichtige Bass-Gitarren, die in Rot oder Blau leuchten oder seine freakige Rakete, er hat einiges im Gepäck. Die Setlist ist ein guter Mix aus alten und neuen Songs. Mit dem emotionalen „All Fall Down“ vom letzten Album, bei dem Jacob von der Gitarre ans Keybord wechselt, beweisen die Jungs, dass sie auch die ruhige Schiene fahren können. Bei „I Want What She’s Got“ hinterfragt Jesper die Intelligenz der Kölner, indem er sie den Song in „I Want What Laust Got“ umtexten lässt. Das Publikum besteht den Test und wird von Jesper mit den Zeilen „Köln hat viel Liebe und Intelligenz“ belohnt.

Nach einer guten Stunde ist das offizielle Set beendet, doch das soll es noch nicht gewesen sein. Natürlich darf „Sleeping My Day Away“ nicht fehlen. Danach geht es akustisch mit „Laugh And A Half“ weiter. Der passende Abschluss des Abends ist „After Dark“, dessen Text wie folgt lautet: „It’s late now, time to say goodbye… It’s after dark now and Disneyland is closed, the party is over, the night is near, let’s bring out a toast…“. D-A-D haben viel Spaß gemacht und bewiesen, dass sie auch nach vielen Jahren dem Rock’n’Roll treu geblieben sind. Lohnenswert!