Deathstars Tour 2012 Support: Marionette, Luxor in Köln

Deathstars Tour 2012 Support: Marionette, Luxor in Köln
DATUM» 10.03.2012
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Die schwedischen Rocker von Deathstars hatten sich so einiges vorgenommen. Zunächst für den ersten Teil der Rammstein Tour bestätigt, powerten die Jungs auch noch den zweiten Teil der Tour durch Europa. Wer glaubt, dass die fünf nach diesem Spektakel müde sind, täuscht sich – schließlich waren und sind da noch einige Club Gigs zu bewältigen. Bewältigt haben sie auch den letzten Samstag im Kölner Luxor. Ein gutes Konzert, trotz nicht ganz grandiosem Sound. Dieser scheint in dem kleinen Club aber so generell nicht ganz perfekt zu sein. Im Gepäck hatten die Jungs nicht nur einen guten Mix aus alten und brandneuen Songs, sondern auch die Band Marionette aus ihrem Heimatland als Support. Deren Sänger hat verdächtige Ähnlichkeit mit Schauspieler Matthias Schweighöfer – meinen zumindest einige der anwesenden Mädels.

Um viertel vor neun ist es dann an der Zeit für die Death-Glammer auf die Bühne zu treten. Das tun sie auch und werden bejubelt. Wer die Konzerte der Band des öfteren besucht hat, kennt das Publikum. Auffällig: Offensichtlich haben sich einige neue Anhänger unter die Fanbase gemischt. Das mag wohl an den Rammstein Shows liegen. Schön, denn diese Band hat Aufmerksamkeit verdient. Der Klang ist wie gewohnt kühl industrial-like, die Texte Böse und das Aussehen kraftvoll sowie sexy. Deathstars eben. Wie bereits erwähnt, die Mischung aus alt und neu ist gelungen. Da wäre beispielsweise Night Electric Night vom letzten, gleichnamigen Album, Motherzone vom Vorgänger und überraschender Weise zum Schluss auch Songs wie Revolution Exodus von Werk Nummer 1. Synthetic Generation. Aber eben auch recht neues wie Metal, die aktuelle Single.

Das Publikum hängt an den Lippen von Sänger Whiplasher und gehorcht ihm aufs Wort. „Scream“ – der Mop tobt, singt und reißt die Hände in die Höhe. Aber noch eines ist auffällig: es sind deutlich mehr Männer vor Ort als sonst. Zurück zu der Band. Diese spielt wie immer gekonnt mit der Menge. Gitarrist Nr. 1. Nightmare Industries feuert diese an, ebenso wie Gitarrist Nr. 2. Cat Casino und Bassist Skinny. Auch der Neue im Bunde, Drummer Vice macht eine gute Figur. Immer wieder war er in den letzten Jahren für Bone W. Machine eingesprungen,  bevor dieser die Band entgültig im Jahr 2010 verließ.

„Swedish girls are perfect with their perfect blode hair. I guess you sometimes want to see blood in it. Cologne, do you want to destroy blonde swedish girls?“ – Die Antwort ist ja. Eindeutig ja. Der Song Blood Stains Blondes wird gefeiert. Ein bisschen schade ist es, dass die Bühne so klein ist, dass sich die Band kaum frei entfalten kann wie auf den Brettern der Rammstein Tour.
Nach nur einer Stunde ist der Spaß nach Revolution Exodus vorbei. Naja vielleicht sind sie doch ein wenig ausgepowert nach einer so langen Tour. Aber gut, ein wenig Ruhe sei ihnen gegönnt! Auf ein nächstes Mal…