Eine Garantie für gute Shows – Papa Roach im E-Werk Köln

DATUM» 27.11.2013
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Es gibt einige Bands, bei denen man das Gefühl hat, sie würden eine Garantie für gute Konzerte an ihre Fans geben. Nicht mehr und nicht weniger präsentieren Papa Roach nun seit mehr als zwölf Jahren weltweit. In Deutschland bleibt ihr Auftritt beim Bizarre Festival 2001 unvergessen, als sich Sänger Jacobi Shaddix bei „Blood Brothers“ seinen Kopf mittels eines Mikrofons blutig gehauen hat, als wolle er mit der Aktion den Song schauspielerisch untermalen. Großes Kino. Mittlerweile kratzen die Herren aus Vacaville (Kalifornien), an die 40 Jahre, die Intensität bei Konzerten ist ihnen bis heute treu geblieben. Das wird sich auch an diesem kalten Novemberabend in Köln nicht ändern.

Man Betritt die Halle, als „Glamour of the Kill“ gerade mit ihrem Set beginnen. An sich passt die Band ganz gut als Support, jedoch sind sie hinsichtlich Live-Qualitäten weit mit einer Band wie Papa Roach ernsthaft in Konkurrenz zu treten. Der Anstandsapplaus fällt dennoch nicht zu knapp aus, als der Vierer aus Großbritanien die Bühne für den Headliner des Abends frei macht.

Der lässt sich auch nicht lange bitten und legt mit „Burn“ und „Silence Is athe Enemy“ los. „Are there some old school fans in the house tonight?” brüllt Jacobi Shaddix der Menge entgegen. Als die ersten Akkorde von „Blood Brothers“ zu hören sind, entstehen bereits riesige Moshpits, bevor der Song richtig angefangen hat. Jacobi ist sichtlich erfreut und brüllt sich die Seele aus dem Leib. Generell merkt man der Band eine große Spielfreude an, sei es bei neuen Stücken, wie „Still Swingin“ oder alten Schinken wie „Born With Nothing And Die With Everything“. Stromkonzerne könnten sich bei der Energie, die heute Abend freigesetzt wird, ein Beispiel nehmen. Bei „Leader of the Broken Hearts“ geht Shaddix auf Tuchfühlung mit der Menge und singt den gesamten Song im Graben. Nach gut 50 Minuten verabschieden sich Papa Roach mit „To Be Loved“ von der Bühne. Was dann folgt kann man getrost als eine der besten „Drei-Song-Zugaben“ aller Zeiten bezeichnen. „Getting Away With Murder“, „Dead Cell“ und „Last Resort“ zerstören die Menge dann vollends.

Zwar kommen Papa Roach nur auf 16 Songs und 75 Minuten Spielzeit, dennoch hat es ausgereicht die Menge komplett auszulaugen, sodass es überhaupt fraglich ist, ob sie überhaupt noch einen weiteren Song überstanden hätten. Bei der nächsten Deutschland-Tour gerne wieder.