H-Blockx rocken die Kölner Live Music Hall – Support: Kopek

Fotos von H-Bockx, am 17.09.2012 in der Live Music Hall, Kšln
DATUM» 17.09.2012
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H-Blockx können einem ja manchmal richtig leid tun. Die Band, allen voran Frontsänger Henning Wehland, hat nun bereits 22 Jahre auf den Buckel, doch der ganz große Durchbruch war der Band aus Westfalen nie vergönnt. Umso überraschter ist man, als am Eingang der Kölner Live Music Hall (Fassungsvermögen ca. 1.400 Personen) ein großes „AUSVERKAUFT“-Schild zu lesen ist. So fällt es auch dem Sänger nicht schwer zu glauben, dass Köln das größte Konzert ihrer gesamten Tour ist.

Doch zuerst beginnen die drei Herren von Kopek aus Dublin, Irland mit ihrem brachialen, sehr rotzigen Sound. Die Stimme des Sängers erinnert an eine Mischung aus Rage Against The Machine und Strike Anywhere, von der Größe eher an Kylie Minoque. Spaß beiseite, der Herr kommt mit seinen hochgesteckten Rastas auf vielleicht 1,60 m. Sehr unterhaltsam, als er sich auch später unter die Menge bei H-Blockx mischt und sich seinen Weg nach vorne bahnt.

Diese beginnen um Punkt 21 Uhr mit dem großartigen „Countdown To Insanity“, gefolgt von „Hi! Hello“ ihres neuen Album „HBLX“. Die Menge wippt, die Menge tobt und die ersten Songs machen so richtig Spaß. Jedoch wird es im Verlaufe des Abends ein wenig ungemütlich in der Meute. Persönlich finde ich es ja schön, wenn die Leute sich mitreißen lassen und aus sich heraus kommen, jedoch bilden sich in der Live Music Hall heute leider nur die beiden Extreme „Ich-nicke-zum-Takt-mit-der-Musik“ oder „Ich-haue-meinen-Nachbarn-so-lange-bis-er-nicht-mehr-stehen-kann“. Man versucht sich dann irgendwo dazwischen einzureihen und das weitere Konzert zu genießen. Dies gelingt besonders gut bei „Little Girl“, welches mit Kanons in voller Lautstärke wiedergegeben wird.

An sich wirken H-Blockx auf der Bühne frisch und spielfreudig, lediglich Henning Weiland scheint mit seinem langsamen Getapse auf der Bühne etwas hilflos und zeigt mehr Power in seinen Ansagen, als während der Songs. Mit „Revolution“ verabschiedet sich der Vierer von seinem regulären Set. Die darauffolgende Drei-Song-Zugabe wird von den 1.400 Menschen frenetisch gefeiert, vor allem ihr allseits bekanntes „Ring Of Fire“-Cover, bei dem sich die gesamte Halle hinsetzt um auf drei wieder aufzuspringen. Dass H-Blockx Live-Qualitäten besitzen haben sie heute gezeigt. Dennoch gab es ein paar Störfaktoren, die das Gesamtbild ein wenig getrübt haben. So kann man heute Abend von einem ordentlichen Konzert reden, das ganz große Feuerwerk blieb leider aus.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    also ich war auch auf dem Konzert. Soweit ich mich erinnere war der Opener Hi Hello und nicht Countdown to insanity! Einleitung war Lionel Ritchies Hello und daruf spieten sie Hi Hello! Die Stimmung fand ich gut in der Halle und ich kann nix von Schlägen etc. berichten. Mir hat Henning gut gefallen!

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