H.E.A.T und Reckless Love im Luxor Köln – Support Supercharger

H_E_A_T_press_pictures_credit_Gustaf_Sandholm_Andersson
DATUM» 13.05.2014
ARTIST» , ,
VENUE»

Kopfzerbrechen bereitete wohl vielen ambitionierten Konzertgängern und Fans des Glam Rock die Wahl H.E.A.T oder Reckless Love, denn beide Bands wollten Köln mit einem Konzert am 13.05.2014 beglücken. Doch leider getrennt von einander. Reckless Love im MTC und H.E.A.T im Luxor. Und wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Doch knapp eine Woche vorher dann die erlösende Bekanntmachung: die Konzerte werden zusammengelegt! Also höchste Zeit ein Ticket zu kaufen, die Spandex aus dem Schrank zu holen und sich für einen Kurztrip nach Skandinavien bereit zu machen.

 Wir beginnen unseren heißen, alkohollastigen Abend in Dänemark. Die 5 kopenhagener Musiker von Supercharger machen den Anfang. Der Bandname, der auf eine Machine Head Coverband schließen lässt, täuscht. Supercharger orientieren sich musikalisch eher an Bands wie Motörhead, Rose Tattoo oder AC/DC. Dieser rotzige Gitarrensound hätte auch sicher Spaß gemacht, wenn dieses Dröhnen und Röcheln und Rauschen nicht in den Ohren geschmerzt hätte. Der unfassbar miese Sound während ihres Auftrittes im Luxor lässt Supercharger kaum eine Chance: abgesehen von einigen unverständlichen deutsch – englischen Parolen („Hat er gerade gesagt ‚I finger you all the way home‘?“), einem verwirrenden Cheerleader Intro und einigen, vermeintlich guten Riffs kam kaum etwas beim Publikum an.

 Die Schweden um Frontsau Erik Grönwall müssen ihrem Publikum also selbst einheizen. Für eine Band namens H.E.A.T natürlich ein Leichtes. Mit ihrem vierten und aktuellen Album „Tearing down the walls“ und einer guten Akustik im Gepäck, zeigen die Jungs, dass die 80er weiterleben. Als musikalische Einflüsse nennen sie Bands wie Journey, Skid Row und Bon Jovi und das hört man glücklicherweise auch. Altbekanntes gepaart mit jungen, frischen, talentierten Musikern und einer tollen Stimme. Kann nur gut werden? Ja! Die Jungs betreten die Bühne und legen gleich los: Point of no Return, dicht gefolgt von A Shot of Redemption. Und auch Hits und Ohrwürmer wie Mannequin Show, Beg, Beg, Beg und Living on the Run fehlen nicht. Mit einer gelungenen Mischung aus Charme, Witz, Hard Rock, Gitarren, Glam und Spaß liefern sie eine überaus gelungene Show. Die Fans singen begeistert mit und kriegen gar nicht genug. Sänger Erik tanzt, singt, schwitzt und entertaint. Mehr kann man nicht verlangen. Eine glückliche Band, die ihre Existenz durchaus begründet hat und dementsprechend auch zufriedene Fans. Augenschmaus und Ohrenweide. Danke H.E.A.T.

 Letzter Halt Finnland. Einige Passagiere haben die Location bereits verlassen. Ob es mit dem Wochentag oder der folgenden Band zu tun hat? Eines ist jedenfalls sicher… nur ein Tor lässt sich das letzte Ziel der kurzen Reise entgehen. Denn endlich kehrt die, von dem ehemaligen Chrashdiet-Sänger Oli Herman gegründete Glam-Rock Band Reckless Love, nach fast zwei Jahren zurück nach Köln. Im Oktober 2012 fegte Oli wie ein Wirbelwind über die Bühne des Undergrounds. Pirouetten und artistische Einlagen begleiteten seinen überzeugenden Gesang. Im Luxor hingegen wirkt er beengt. Sexy Hüftschwung und kleinere Tanzeinlagen statt karnevalistischer Akrobatik. Doch es reicht. Mit So happy I could die, Dance, Animal Atrraction , Night on Fire und Hot haben Reckless Love trotz Platzmangel ihr Publikum im Griff. Alle singen, alle feiern, alle haben Spaß. Und man kann nur hoffen, dass der nächste Besuch nicht wieder erst in zwei Jahren stattfindet.

 Doch das war es noch nicht. Ein ganz besonderes Souvenir geben uns H.E.A.T mit nach Hause. Als alle die Location verlassen, wartet Erik schon draußen und hält jede Menge Liebe und Zeit für seine Fans bereit: Fotos, Gespräche, Küsse und ein Liebesbrief in Form der Setlist….

Setlist H.E.A.T

  • Point of No Return
  • A Shot At Redemption
  • Better Off Alone
  • 1000 Miles
  • It’s All About Tonight
  • Inferno
  • The Wreckoning
  • Tearing Down the Walls
  • Mannequin Show
  • Late Night Lady
  • In and Out of Trouble
  • Beg Beg Beg
  • Downtown
  • Enemy in Me
  • Eye for an Eye
  • Danger Road
  • Emergency
  • _________
  • Breaking the Silence
  • Living on the Run

Setlist Reckless Love

  • So happy I could die
  • On the Radio
  • Bad Lovin`
  • Edge of our Dreams
  • Back to Paradise
  • Sex, Drugs and Reckless Love
  • Dance
  • Born to break your Heart
  • Beautiful Bomb
  • Romance
  • Animal Attraction
  • Night on Fire
  • Hot
  • __________
  • Dying to live
  • One more Time