Hardcore Superstar Tour 2012 Support Heaven’s Basement im Kölner Undergound

Hardcore Superstar live Underground Köln
DATUM» 04.08.2012
ARTIST» ,
VENUE»

Eine heiße Party- so lässt sich der Abend mit Hardcore Superstar und Heaven’s Basement im Kölner Underground wohl am besten beschreiben. Schon als Heaven’s Basement auf der Bühne stehen, tropft gefühlt das Kondenswasser von der Decke des rappelvollen Clubs. Die Briten dürften dem Publikum nicht ganz unbekannt sein, waren sie doch vor wenigen Jahren unter anderem mit D-A-D auf Tour. Nach einer soliden Show der Hardrocker und verdientem Applaus strömt der Großteil des Publikums nach draußen, um sich wenigstens für einen Moment ein bisschen frische Luft zu verschaffen. Dass die Bullenhitze nicht nur dem Mop zu schaffen macht, sollte sich später noch zeigen.

Wenig später entern Hardcore Superstar unter tosendem Jubel die Bretter des Clubs, in den sie seit Jahren immer wieder zurückkehren. Doch eines fällt sofort auf: Drummer Adde ist an diesem Abend nicht mit von der Partie. „He’s becoming a dad you know“, erklärt Sänger Jocke. „He just got the call, but we didn’t want to cancel this show“. Wie praktisch, dass Tourmanager John Alfredsson gleichzeitig der Trommler der skandinavischen Melodic-Death Combo Avatar ist und kurzerhand die Rolle des künftigen Papa übernehmen kann. Die Schweden, die in ihrer Heimat durch mehrfache Grammy Nominierungen und Gold Auszeichnungen Kultstatus erreicht haben, verstehen es Sleaze Rock und Trash miteinander zu verbinden und heizen dem Publikum mit Songs wie „Wild Boys“, „Dreamin‘ In A Casket“ oder neueren Stücken wie „Moonshine“ ordentlich ein. „It is super hot in here“, bemerkt Jocke und treibt die Fans zur völligen Verausgabung an.  Die Temperaturen in dem Schuppen steigen inzwischen ins unerträgliche und fordern später mit Trommler John das erste „Opfer“. Er verlässt kurzerhand die Bühne und muss sich draußen erst mal erholen. Das tut dem Ganzen jedoch kein Abbruch: weiter geht es einfach mit einer Ballade ohne Drums.

Nach einer Stunde und weiteren Songs wie „Medicate Me“, „My Good Reputation“ oder „Guestlist“ verabschiedet sich das Rock’n’Roll Quartett – um wenig später für eine halbstündige Zugabe zurück zu kommen. Schließlich dürfen Klassiker wie „We Don’t Celebrate Sundays“ nicht fehlen. Den krönenden Abschluss geben die Schweden mit „Last Call For Alcohol“  mit den passenden Zeilen „the party ain’t over til we say so“ vom letzten Album „Split Your Lip“, bei dem einige Mädels auf die Bühne gebeten werden. Ein grandioser aber viel zu heißer Konzertabend geht zu Ende und lässt ein völlig abgekämpftes, schweißgebadetes aber glückliches Publikum zurück.