Hell On Earth Tour 2012 mit Walls Of Jericho, Köln Essigfabrik

Hell-on-Earth-Tour

Die Hell On Earth Tour ist eine der ältesten Touren durch Europa im Metal/Hardcorebereich und hat schon beachtliche Headliner wie Earth Crisis oder Heaven Shall Burn in unsere Region gebracht. Dieses Mal Tour wurde, wie zuvor im Jahre 2007 und 2008, auf die Moshkönige und –königin von Walls Of Jericho als Hauptact gesetzt, die damals wirklich live überzeugen konnten! Mit dabei sind heute auch noch die Bostoner Death Before Dishonor, die Hardcore Jungspunde von Betrayal, Hundredth die Metalcore Veteranen von Six Reason To Kill und Toxin.

Die Lokalband aus Dortmund namens Toxin bieten Metalcore mit Death Metal im Stile von All Shall Perish und fällt besonders mit einem Coversong von Misery Signals auf, welche das Set doch noch mal um eine Messlatte höher setzt.

Die Koblenzer Six Reason To Kill haben mit ihrem Album „Another Horizon“ 2008 ein wirklich gutes Metalcore-Album geschrieben. Mit ihrer im letzten Jahr veröffentlichten Platte „Architects of Perfection“ haben sich die Jungs mehr in Richtung Deathcore bewegt und es scheint live der Band sehr gut zu tun, denn die ersten Besucher werden warm und fangen, an die Essigfabrik in eine Tanzfläche zu verwandeln. Ihr neuer Sänger animiert das Publikum und die Band mit viel Elan und nach 30 Minuten Blastbeats und Breakdowns endet das Set auch leider wieder.

Jetzt kommen Hundredth. Sie gehören zu den Speerspitzen der melodischen Hardcore-Szene und haben sich Dank ihres neuen Albums „Let Go“ und der letzten Tour im Februar mit Vanna genug Aufmerksamkeit in Europa verschaffen können. Scheint die Band heute Abend zunächst einen schlechten Start zu haben, kommt im Laufe des Sets doch noch etwas Stimmung und Leidenschaft auf. Die einzige Band des Abends mit Clean-Vocals braucht bei manchem Besucher halt etwas Zeit zum Warmwerden, aber wenn der Groschen fällt, dann gibt es auch in der Essigfabrik kein Halten mehr. Am Ende dieses Jahres kommen Hundredth für ein paar kleine ausgewählte Clubshows nach Deutschland zurück. Ich freue mich drauf.

Betrayal aus Los Angelos haben die Fans auf ihrer Seite. Seit ihrer Tour mit Bury Your Dead hat die Band sich stetig an ihrer Anhängerschaft gearbeitet. Ständig Publikumsnah und mit viel Begeisterung geben die Jungs heute ein großartiges Set, damit es einem Shattered Realm Fan an nichts mangeln kann. Groovige Breakdowns und flotte 2-Steps sind für sie die einfachen Grundzutaten eines allbewährten Rezepts. Damit sind die Spiele im Circle Pit offiziell eröffnet und den Kölner nehmen gerne daran teil. Am Schluss wird das Set mit „The Good Die Young“ und vielen Stage-Dives beendet.

Die Bostoner Urgesteine von Death Before Dishonor haben sich in den letzten 10 Jahren ihre Füße wund gespielt. Wer diese Band nicht kennt, hat leider irgendwas verpasst. Also kein Wunder, dass viele Anwesende die Texte im Chor laut vor sich hinsingen und darauf mittanzen. Mit großer Begeisterung wird verkündet, dass Gitarrist Frankie nach 2 Jahren Vaterpause endlich in die Band wieder zurückgekehrt ist und sie weiter an neuem Material arbeiten wollen. Vorwiegend werden Songs von „Friends Family Forever“ im Set verbucht. Am Schluss wird wie jedes Mal „Boston Belongs To Me“ gecovert.

Walls Of Jericho Band

Ziemlich verschwitzt und warm warten nun die Anwesenden auf Walls Of Jericho. Die Band um Sängerin Candace Kucsulain gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Bands der Szene. Kein Wunder, dass man zu dritten Mal als Headliner der Tour gewählt hat. Jeder der Walls Of Jericholive gesehen hat, weiß, diese Band macht keine halben Sachen. War es in den letzten zwei Jahren etwas ruhiger um die Band geworden, gibt es heute kein Anzeichen, dass sich diese Band eine Pause gegönnt hat. Sängerin Candace überzeugt mit sympathischen Ansagen und lautem Stimmwerk. Auch die anderen Mitglieder, die nebenher in anderen Projekten, wie zum Beispiel Gitarrist Chris Rawson bei Stick To Your Guns tätig sind, geben auf der Bühne Vollgas. Dieses Gute-Laune-Potential muss sich auch auf die tanzenden Kölner-Bevölkerung aus wirken. Musikalisch gibt es verstärkt Hits des Albums „With Devils Amongst Us All“ und „All Hail The Dead“ und man gewinnt viel Applaus und Enthusiasmus. Hoffen wir, dass diese Band weiter fleißig arbeitet, wie angekündigt, an neuem Material in der Zukunft. Nach diesem Set wäre es sehr wünschenswert!

Der Abend geht zu Ende, doch die gute Laune bleibt noch viele Stunden erhalten. Danke Hell On Earth. Bis zum nächsten Mal!!!